19.08.2020 - 11:54 Uhr
BechtsriethOberpfalz

Bechtsriether Turnhalle fast im Rohzustand

Fast unbemerkt ist in Bechtsrieth das größte Projekte der vergangenen Jahre angelaufen. Die Turnhallensanierung mit 1,5 Millionen Euro Kosten.

Das war mal eine Turnhalle. Bürgermeister Markus Ziegler sieht sich die Pläne an und hofft inständig, dass das 1,5 Millionen-Projekt wie geplant abläuft.
von Ernst FrischholzProfil

Die an die Grundschule angrenzende Turnhalle Bechtsrieth wurde 1983 gebaut. Sie dient sowohl dem Schul- auch auch dem Vereinssport, wird aber auch für größere gesellschaftliche Veranstaltungen gebucht. Die 37 Jahre sind nicht spurlos an dem Gebäude vorübergegangen. Es ist baulich und energetisch sanierungsbedürftig.

Da kam der Gemeinde das Förderprogramm „Kommunalinvestitionsprogramm Schulinfrastruktur (KIP-S)", über das solche Maßnahmen mit bis zu 90 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten gefördert werden sollten, gerade recht. Vor zwei Jahren hatte sich die Gemeinde deshalb mit der Turnhallensanierung für dieses Förderprogramm beworben und auch einen Förderbescheid von der Bezirksregierung erhalten. Als Gesamtkosten für die bauliche und energetische Sanierung ermittelten das Ingenieurbüro Michael Ederer zusammen mit dem Büro Christian Flessa (technische Planung) eine Gesamtsumme von 1,5 Millionen Euro.

Allerdings hat die Genehmigungsbehörde nur 973.456 Euro als förderfähige Kosten anerkannt. Daraus errechnet sich beim Fördersatz von 90 Prozent ein Zuschuss der Regierung von 876.100 Euro. Die Gemeinde muss nun also die Differenz von 624.000 Euro begleichen. Im Klartext liegt die Förderung damit für die Gesamtmaßnahme nur bei knapp 60 Prozent.

2019 hatte der Gemeinderat mit dem damaligen Bürgermeister Gerhard Scharl an der Spitze die Maßnahme verabschiedet und die Finanzmittel in den Haushaltsjahren eingeplant. Nun ist Bürgermeister Markus Ziegler Bürgermeister und übernahm praktisch die Leitung der Gesamtmaßnahme und startete jetzt deren Beginn.

Von außen unbemerkt hat die Baufirma das ganze Innenleben der Turnhalle entfernt - vom Boden, den Wänden bis zur Deckenkonstruktion. Jetzt laufen die Baumeisterarbeiten, die Dach- und Außenarbeiten sowie die Stahlarbeiten an, die bis Dezember abgeschlossen sein sollen. Zugleich werden Fenster Türen und der Sonnenschutz erneuert. Über den Winter sind die Trockenbaumaßnahmen, die Wärmedämmarbeiten, der Hallenboden, die Hallenwände und auch die technische Ausstattung an der Reihe. Alles zieht sich, wenn es optimal läuft, bis in den September 2021. Zugleich wird zur Barrierefreiheit ein Aufzug im Eingangsbereich eingebaut und ein Behinderten-WC errichtet. Erneuert wird auch die gesamte Heizungsanlage.

Der Turnunterricht für die Grundschulkinder wird nach Leuchtenberg in die Mehrzweckhalle verlagert. Die Kinder fahren mit dem Bus dorthin. Die Gemeinderatssitzungen finden entweder im Unterrichtsraum oder in der Fahrzeughalle der Feuerwehr statt. Die Entscheidung darüber ist laut Bürgermeister Markus Ziegler noch nicht gefallen. Ausschlaggebend ist die Einhaltung der Abstandsregelungen. Der Vereinssport muss für die Dauer der Sanierung pausieren.

Ein detaillierter Blick auf die Maßnahme

Bechtsrieth
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