27.04.2020 - 10:53 Uhr
BärnauOberpfalz

"Weiße Flecken" im Bärnauer Stadtgebiet tilgen

Ein Fachmann stellte dem Stadtrat die Bitratenanalyse für Bärnau vor. Mit Hilfe des Höfeprogramms sollen die letzten sieben Prozent der Bärnauer Haushalte mit schnellem Internet versorgt werden.

Im Pfarrheim tagte der Bärnauer Stadtrat. Alle Stadträte und Besucher trugen wegen der Coronapandemie zudem Mundschutzmasken.
von Konrad RosnerProfil

Sehr ausführlich informierte Sebastian Krysa, Projektleiter der Breitbandberatung Bayern aus Neumarkt, den Bärnauer Stadtrat über die aktuelle DSL-Bitratenanalyse und den Breitbandausbau in der Stadt mit seinen Ortsteilen. Der Breitbandausbau ist ein Mehrwert für jede Kommune, ist sich das Gremium einig. Umso wichtiger sei es, die "weißen Flecken" zu ermitteln - Orte, wo es noch schlechte Bitraten gebe.

93 Prozent erschlossen

2010 hätten lediglich zwölf Prozent der Bärnauer Haushalte 30 Mbits und mehr gehabt, berichtet Krysa. 57 Prozent der Haushalte hatten zwischen 6 und 30 Mbits, vier Prozent lagen sogar unter 4 Mbits. Die Breitbandberatung Bayern habe in einer autarken Analyse die Gegebenheiten untersucht und damit den Breitbandausbau messbar und somit konkreten Handlungsbedarf möglich gemacht, erläutert der Fachmann. Mittlerweile hätten 93 Prozent aller Haushalte in Bärnau 30 Mbits und mehr. "Dies ist ein sehr guter Wert", lobte Krysa den nachhaltigen Breitbandausbau. In manchen Bereichen, so der Projektleiter, gebe es dank des "Super-Vectoring" (VDSL) der Telekom sogar Anschlüsse mit bis zu 200 Mbits.

Rund 40 Haushalte unterversorgt

Sieben Prozent der Haushalte hätten jedoch immer noch eine schlechte Breitbandversorgung, für diese gebe es Förderungen. Er verwies auf das Landesprogramm "Höfebonus" und das Bundesförderprogramm. Die Ausschreibung für das Höfeprogramm, das Ende dieses Jahres ausläuft, sei bereits vorbereitet. Dafür vorgesehen seien Haushalte in Ahornberg (22 Adressen), Grün (1), Kellermühle/Mühllohe (4), Holzmühle (5) und Wendern (2). Die restlichen unterversorgten Adressen sollen über das Bundesförderprogramm, das allerdings wesentlich komplizierter sei, abgewickelt werden. Krysa verwies darauf, dass die jeweiligen Bürger aktiv werden müssten. Diese müssten sich drei Fragen stellen: "Habe ich den richtigen Netzbetreiber, den richtigen Tarif und die richtige Hardware?", erläutert der Projektleiter. Der Stadtrat beschloss einstimmig den Ausbau der sogenannten "weißen Flecken", wie von der Breitbandberatung Bayern vorgeschlagen.

Rund vierzig Anwesen sollen über das Landesförderprogramm "Höfebonus" gefördert werden. Maximal 1,217 Millionen Euro Fördermittel stehen der Stadt dafür zur Verfügung.

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.