14.12.2020 - 13:52 Uhr
BärnauOberpfalz

Bei Senestrey-Straße in Bärnau mehr Grün nur an den Fassaden

Corona blockiert auch eine Anliegerbesprechung zum Ausbau der Bischof-Senestrey-Straße. Unkommentiert bleibt das Vorhaben aber nicht.

An der Einmündung der Pfarrgasse in die Bischof-Senestrey-Straße (rechts) ist beim Straßenausbau ein Baum vorgesehen. Und damit ist die Bepflanzung schon erledigt. Die Stadt will aber die Fassadenbegrünungen unterstützen, so der Beschluss im Stadtrat.
von Werner Schirmer Kontakt Profil

Einen ersten Gestaltungsplan für die Straße hatte Architekt Klaus Stiefler in der November-Sitzung vorgestellt. Beidseitige Gehwege, Beläge mit Granitpflaster und ein Straßenbaum waren darin enthalten. Ebenso der Wunsch, dass die Anwohner verstärkt Fassadenbegrünungen vornehmen sollten. Nachdem die Pandemie eine Anliegerbesprechung verhindert hat, wurden die Bürger schriftlich um eine Stellungnahme gebeten.

Keine Parkplätze

Bei der Stadtratssitzung berichtete Bürgermeister Alfred Stier, dass die Einwände und Wünsche im Rahmen einer Besprechung mit den Fraktionen bereits behandelt wurden. Fehlende Stellplätze oder eine Ausrichtung zu sehr auf den Autoverkehr waren bemängelt worden. Geäußert wurde auch der Wunsch nach mehr Begrünung, ebenso die Bedenken, dass der vorgesehene Baum für Unübersichtlichkeit sorgen könnte. Am Ende der Beratung hätten die Fraktion an der bestehenden Gestaltungsplanung festgehalten. Damit sollten auch im Sinne der Gleichbehandlung keine konkreten Stellplätze geschaffen werden, bei Bedarf könnte die Stadt aber Flächen in der Nähe schaffen. Ebenso wird der Baumstandort an der Einmündung Senestrey-Straße/Pfarrgasse bleiben. Angeregt wurde in der Besprechung, so Stier, dass die Stadt eine Fassadenbegrünung fördern sollte. Dabei könnte auch überlegt werden, den Unterhalt die ersten fünf Jahre zu übernehmen.

Anregung zu Pflanzgefäßen

So weit die Vorgabe aus der Besprechung mit den Fraktionen. Für eine kürzere Diskussion in der Stadtratssitzung am vergangenen Donnerstag sorgte dies aber nicht. Anna Toman (Grüne) reichte die vorgesehene Begrünung nicht, zumal dies nicht einer modernen Stadtentwicklung entspreche. Sie wünschte weitere Bäume, etwa am etwas breiteren Straßenabschnitt vor ihrem Anwesen. Dann könnten Vorwürfe kommen, dass extra für die Landtagsabgeordnete Parkplätze geschaffen werden, wusste Bürgermeister Alfred Stier. Dann werde man diese Plätze eben mit Pflanzkübel belegen, hielt Anna Toman dagegen.

Weiterer Bericht vom Stadtrat

Bärnau

Dieser Idee, die Begrünung zu verbessern, war Gottfried Beer (SPD) durchaus aufgeschlossen. „Das wäre eine Aufwertung“, empfahl Beer. Mit den Pflanzgefäßen wäre man auch durchaus flexibel, war Michael Zintl (CSU) der Idee aufgeschlossen. Kurt Fischer (Bürgerliche Wählergemeinschaft) fürchtete, dass nicht ausreichend Platz für große Bäume vorhanden sei. Er setzte sich für die Wandbegrünung ein, ebenso Michael Schedl (CSU). Der Zweite Bürgermeister wollte auch die Förderung durch die Stadt unterstützen.

Zwei Gegenstimmen

Im Zuge der Diskussion zeigt sich dann Marco Donhauser (Junge Wählergemeinschaft) von der Dauer doch etwas verwundert. Schließlich hätte man schon bei den Treffen der Fraktionen zwei Stunden beraten. Für eine kürzere Beratung im Stadtrat hätte dieses Vorgespräch nicht gesorgt, bedauerte Donhauser. Eine geschlossene Haltung brachte die erneute Diskussion aber nicht. Nur Gottfried Beer und Anna Toman unterstützen eine neue Gestaltungsvariante mit zwei zusätzlichen Bäumen. Gegen ihre Stimmen stellte sich die Mehrheit hinter die bekannte Variante, die bereits im November vorgestellt wurde. Neu ist, dass die Gestaltung der öffentlichen Flächen bereits ab den Anwesen Bischof-Senestrey-Straße 2 und Marktplatz 13 entsprechend der vorliegenden Gestaltungsplanung vollzogen wird.

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