27.07.2020 - 11:02 Uhr
BärnauOberpfalz

„Grünes Band“: Umweltpädagogik im Geschichtspark Bärnau

Landtagsabgeordneter Jürgen Mistol informierte sich über den Natur- und Umweltpädagogikbereich zum „Grünen Band“, der auf einem Areal am Geschichtspark entstehen soll. Im Bild von links: Projektleiter Michael Winkler, Vorsitzender Alfred Wolf, wissenschaftlicher Leiter Stefan Wolters und MdL Jürgen Mistol.
von Autor AWOProfil

Um eine weitere Attraktion reicher wird das Areal des Vereins „Via Carolina – Goldene Straße“ am Geschichtspark. Auf einer vereinseigenen Fläche wird im Herbst ein Natur- und Umweltpädagogikbereich zum „Grünen Band“ entstehen. Gemeinsam mit der Revis Tachov, einer Einrichtung ähnlich der Volkshochschule, ist es gelungen, über einen Zeitraum von fast drei Jahren ein aus dem Interreg-Programm gefördertes Vorhaben umzusetzen zu dürfen.

Nachdem die bayerische Staatsregierung vor zwei Jahren eine Machbarkeitsstudie zum „Grünen Band“ durchführte, kann nun in Bärnau ein erstes Projekt entstehen, das dieses Thema Kindern und Jugendlichen, aber auch Erwachsenen näher bringt und zu einem respektvollen und nachhaltigen Umgang mit der Natur anleitet. Jürgen Mistol, parlamentarischer Geschäftsführer der Landtagsfraktion der Grünen, wurde auf das Vorhaben aufmerksam. Er ließ sich kürzlich bei einem Termin in Bärnau über das Projekt informieren.

Projektleiter Michael Winkler stellte das Projekt vor. Er betonte, dass bei der Anlage des Geländes das Hauptaugenmerk auf der natürlichen Wiederbesiedelung und der damit verbundenen Sukzession verschiedener Biotoptypen liegt. Es sollen die Geschichte der Entstehung des Grünen Bandes am Eisernen Vorhang und der Untergang der ehemaligen Grenzdörfer aufgezeigt werden. Weitere Themen sind: Entwicklung von Ökosystemen, Tiere und Pflanzen in Verbindung mit Biotopen, Biokorridore, die Darstellung menschlicher Konflikte mit der Natur, Bergbau, aber auch Naturschutz und dessen Bedeutung früher und heute.

Durch Wiederanbindung an die durch das Gebiet fließende Waldnaab soll der Bereich wieder vernässt werden, ein Altarm mit Mündung in einen Teich soll gestaltet werden. Für die Besucher wird der Zugang in das Gebiet über einen Bohlenweg, welcher an einem Holzdeck am Teich mündet. Rund um das Deck werden die oben genannten Informationstafeln aufgestellt. Das Gebiet wird zu einem Teil aus einem Wall, der mit Wildheckengehölzen bepflanzt wird, eingefriedet.

Für Vorsitzenden Alfred Wolf und den wissenschaftlichen Leiter, Stefan Wolters, ist das Vorhaben eine ideale Abrundung des Gesamtangebots, "da neben der geschichtlichen Vermittlung nun auch der Bereich Umweltpädagogik vor Ort den Besuchern nahe gebracht werden kann".

MdL Jürgen Mistol legte selbst Hand an und übte sich auf der Baustelle des Königshofes beim Steinebearbeiten. Michael Winkler und Robert Mois schauten zu..

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