11.09.2020 - 13:35 Uhr
BärnauOberpfalz

Alfred Wolf mit Applaus verabschiedet

Fast genau sein halbes Leben lang saß Alfred Wolf im Stadtrat. Jetzt ist Schluss mit der Stadtratsarbeit. Die Stadträte aller Fraktionen erhoben sich von ihren Sitzen und verabschiedeten ihn mit donnerndem Applaus.

Mit einem Geschenk bedankte sich Bürgermeister Alfred Stier (rechts) für die mehr als 30-jährige Stadtratstätigkeit bei Alfred Wolf.
von Konrad RosnerProfil

Die Stadtratssitzung am Donnerstagabend begann mit einem bewegenden Tagesordungspunkt. Alfred Wolf (Junge Wählergemeinschaft) wurde nach dreißigjähriger Tätigkeit aus dem Gremium verabschiedet. Bürgermeister Alfred Stier bescheinigte dem langjährigen Kommunalpolitiker: "Du warst kein normaler Stadtrat, du wirst mir als Stadtrat fehlen."

Beweggründe erläutert

Der 59-jährige Alfred Wolf ging noch einmal auf seine Beweggründe ein, die Entscheidung sei nach reiflicher Überlegung und nach einigen gesundheitlichen Warnzeichen gefallen. Trotz alledem habe er etwas Wehmut, denn wenn man ein halbes Leben dem Stadtrat angehört und unter drei Bürgermeistern gedient habe, sei dieser Tag schon etwas Besonderes. Wolfs Dank galt den Bürgern, die ihm über Jahrzehnte hinweg das Vertrauen geschenkt haben. Er, Wolf, wolle sich nun mit aller Kraft der Initiative "Heimat-Unternehmen" widmen, die seine ganze Kraft verlange.

Dank an Familie

Sein Dank galt besonders auch seiner Frau und seiner Familie, die für seine ehrenamtliche Arbeit stets Verständnis gezeigt hätten. Dank zollte er auch seinem Freund und Wegbegleiter, Bürgermeister Stier, aber auch allen Wegbegleitern in den anderen Fraktionen. Wolf zu den politischen Auseinandersetzungen: "Sollte ich jemand verletzt haben, so bitte ich, mir das nachzusehen". In seiner Funktion als Projektkoordinator der "Heimat-Unternehmer" werde er der Stadt natürlich zur Verfügung stehen.

Alle Fraktionssprecher würdigten anschließend in kurzen Ansprachen die Arbeit von Wolf. Michael Schedl (CSU) betonte, dass Wolf in den vergangenen drei Jahrzehnten die Arbeit im Stadtrat geprägt habe. Er sei weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt, sein ehrenamtliches Engagement sei beispielhaft. Josef Hubmann (BWG) sagte an Wolf gewandt, "ohne dich würde es die Wählergemeinschaft nicht geben, ohne dich würde es in Bärnau Vieles nicht geben, ich denke nur an das Ackerbürgerhaus und die Archäo-centrum. Schade, dass du aufhörst". Auch Gottfried Beer (SPD/Grüne) zollte seine Hochachtung vor der Arbeit von Wolf. Zwar habe man einige Sträuße ausgefochten, dennoch habe er Respekt vor seiner Arbeit. Tatsache sei, dass Wolf ein Motivationsverstärker sei. Hubert Häring (CFWG) verwies auf das Engagement und die Visionen, die von Alfred Wolf ausgingen, er habe der Stadt sehr viel gegeben.

Eindrucksvolle Bilanz

Bürgermeister Stier zog eine Leistungsbilanz der Arbeit von Wolf. Sein Wahlspruch "Wir sind auf einem guten Weg" habe er auch dank des Herrgotts immer wieder unter Beweis gestellt. Den Geschichtspark würde es ohne Alfred Wolf nicht geben. Er habe es geschafft, alle Bärnauer Vereine unter einen Hut zu bekommen, das Marktspectakulum trage seinen Namen, Wolf sei ein enormer Motivator. Rund eine Million Menschen seien mittlerweile wegen der Veranstaltungen und Feste, die Alfred Wolf organisiert habe, nach Bärnau gekommen. Stier: "Du hattest Visionen, die Realität wurden. Dafür kann ich Dir nur mit einem herzlichen Vergelt's Gott danken." Stier betonte auch, dass er ohne Alfred Wolf nicht Bürgermeister wäre.

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Bärnau

Mit stehendem Applaus dankte der Stadtrat Wolf für mehr als dreißigjährige Tätigkeit als Stadtrat. Der Beschluss, Alfred Wolf von seiner Tätigkeit als Stadtrat zu entbinden, erfolgte einstimmig.

Mit einem Geschenk bedankte sich Bürgermeister Alfred Stier (rechts) für die mehr als 30jährige Stadtratstätigkeit bei Alfred Wolf.
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