18.06.2021 - 15:00 Uhr
Bad NeualbenreuthOberpfalz

Marktrat Bad Neualbenreuth: Ortstermin bei den Quellen am Tillenberg

Über die Qualität des Lebensmittels gab es keine Diskussion. Der Bürgermeister sprach sogar von Heilwasser, das aus den Versorgungsleitungen fließt. Weil das nicht immer so bleiben könnte, gibt es Handlungsbedarf.

Bürgermeister Klaus Meyer (rechts) informierte den Marktrat über die anstehende Quellensanierung des Wasserschutzgebietes am Tillenberg.
von Josef RosnerProfil

Strahlender Sonnenschein begleitete die Markträte der Gemeinde Bad Neualbenreuth Bädergemeinde am Donnerstagabend bei der Ortsbesichtigung der Wasserquellen am Tillenberg. Dort sollen die Quellen saniert werden.

Bürgermeister Klaus Meyer informierte darüber den Marktrat, insbesondere für die neuen Markträte war der Besuch etwas Neues. Meyer sagte, die Wasserversorgung müsse weiter in kommunaler Hand bleiben.

Gemeinde muss Fläche erwerben

Auf dem rund 8500 Quadratmeter großen Areal am Tillenberg befinden sich vier der sieben Oberflächenquellen, sowie ein Tiefenbrunnen. Im Vorfeld der Sanierung muss ein Waldbestand abgeholzt werden. Es solle ein weiteres Eindringen der Wurzeln in die Quellen verhindert werden. Zuvor muss die Marktgemeinde noch rund 3000 Quadratmeter an Fläche erwerben.

Schon im Vorfeld wurden die Quellsammelleitungen mit einer Kamera befahren, auch um Einblicke über den Zustand der Rohre zu erhalten. Mit der Planung beauftragt wurde das Ingenieurbüro Zwick.

4,8 Liter pro Sekunde

Weiteres Thema war die Quellschüttung. Die liegt den Angaben zufolge aktuell bei 4,8 Liter pro Sekunde. „Dies reicht aus, um die Marktgemeinde mit Wasser vom Tillenberg zu versorgen“, sagte der Bürgermeister.

Bewährt hat sich nach Meinung von Klaus Meyer der Tiefenbrunnen, gerade in den vergangenen beiden trockenen Jahren. „Unsere Wasserversorgung ist stabil und ausreichend“, versicherte Meyer.

Bereits im Frühjahr befasste sich der Marktrat mit dem Thema Quellensanierung

Bad Neualbenreuth
Hintergrund:

Ein Jahr Bauzeit für die Quellensanierung

  • Mit den Sanierungsarbeiten soll baldmöglichst begonnen werden, wobei der Bürgermeister auch darauf verwies, dass die Baubranche derzeit gut zu tun hat.
  • „Unser Ziel ist 2021/22 die Quellensanierung zu starten und auch zu Ende zu bringen.“ Klaus Meyer rechnet mit einen rund einjährigen Bauzeit.
  • Die Gesamtkosten bezifferte der Bürgermeister mit rund 320.000 Euro. Der Betrag ist bereits im Wasserhaushalt berücksichtigt. An Zuschüssen erwartet er rund 150.000 Euro.
  • Finanziert wird die Sanierung über die Wassergebühren über mehrere Jahrzehnte.

„Unsere Wasserversorgung ist stabil und ausreichend.“

Bürgermeister Klaus Meyer

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