21.05.2021 - 14:56 Uhr
Bad NeualbenreuthOberpfalz

Marktgemeinde schließt Bauschuttdeponie in Maiersreuth

Die Tage der Bauschuttdeponie in Maiersreuth sind gezählt: Der Marktgemeinderat Bad Neualbenreuth stimmte jetzt für die Schließung der Einrichtung. Einige Fragen sind aber noch offen.

Zum 30. Juni dieses Jahres wird die Bauschuttdeponie Maiersreuth geschlossen. Bis dahin kann noch eingelagert werden, danach ist vorerst nur noch unbelasteter Erdaushub zugelassen. Mit Beginn der geforderten Rekultivierung wird auch Letzteres nicht mehr möglich sein.
von Josef RosnerProfil

Mit einem einstimmigen Beschluss hat der Marktgemeinderat in der Sitzung am Donnerstagabend das Ende der Bauschuttdeponie in Maiersreuth besiegelt. Zum 30. Juni wird die Einrichtung geschlossen. Lediglich Erdaushub darf dann noch abgeladen werden.

Noch im Februar hatte sich Bürgermeister Klaus Meyer für eine Weiterführung der Deponie ausgesprochen. Allerdings ließen sich die verschärften Auflagen für den Betrieb nicht mehr erfüllen, wie er nun betonte. Der Betrieb sei nicht mehr rentabel. „Wir werden unsere Deponie für die Annahme von Bauschutt am 30. Juni schließen müssen“, so Meyer eingangs.

Rekultivierung des Geländes

Der Bürgermeister berichtete von mehreren Gesprächen mit Behörden und Fachleuten, zuletzt Ende April im Rathaus. Als einzig gangbarer Weg habe sich die Schließung der Deponie herauskristallisiert. Im Anschluss müssten die Deponie und das Gelände rekultiviert werden, so Meyer. Während dieser Phase würde die Marktgemeinde vom Landratsamt, dem Wasserwirtschaftsamt und einem Fachbüro begleitet. Danach würde sich die Nachsorgephase anschließen.

"Schon die Genehmigung in den 90er Jahren wurde mit Bedenken erteilt und seitdem haben sich die Umweltvorschriften nochmals verschärft."

Bürgermeister Klaus Meyer

Während der Rekultivierungsphase dürfe nur noch unbelastetes Aushubmaterial angenommen werden, um die geforderte Geländenivellierung auszuführen, so Meyer. Hierzu sei ein digitales Geländeaufmaß zu erstellen. Näheres zu diesem Thema sollte in der anschließenden nichtöffentlichen Sitzung besprochen werden, wie es hieß.

Hoffen auf „blaues Auge“

Für Bürgermeister Klaus Meyer sei klar, dass für die angesprochenen Phasen viel Zeit benötigt werde, wohl sogar Jahre. Um das alles realisieren zu können, werde die Gemeinde ein Planungsbüro in Anspruch nehmen. Zu den Kosten für die Rekultivierung des Geländes lägen noch keine Angaben vor. Klaus Meyer meinte nur: „Ich hoffe, dass wir finanziell mit einem blauen Auge einigermaßen davonkommen werden.“ Abschließend bedauerte der Bürgermeister, dass wieder eine bürgernahe Einrichtung geschlossen werden müsse, aber der Marktgemeinde bliebe im Grunde keine andere Wahl.

Nur noch geduldet

Erwin Löw (CSU-CWG) fragte nach der Möglichkeit einer Fristverlängerung. Bürgermeister Meyer erwiderte, dass dies kaum möglich sein werde, weil die Deponie ohnehin nur noch geduldet gewesen sei. „Schon die Genehmigung in den 90er Jahren wurde mit Bedenken erteilt und seitdem haben sich die Umweltvorschriften nochmals verschärft“, sagte Meyer. Aktuell, so der Bürgermeister, sei die Deponie zu rund zwei Dritteln gefüllt.

Marktgemeinde setzt auf Blühflächen

Bad Neualbenreuth
Die mit einer Schranke gesicherte Zufahrt zur Deponie.
Bürgermeister Klaus Meyer.

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.