06.04.2021 - 13:56 Uhr
Bad NeualbenreuthOberpfalz

Badehaus Maiersreuth: Heizen mit der günstigeren Variante

Bei der Entscheidung spielte auch der Expertenrat eine Rolle: Gegen eine nachhaltige Lösung stimmte der Gemeinderat im Hinblick auf die Heizung im künftigen Kunsthaus. Eine Aufwertung soll es beim Wasserfall nahe Altmugl geben.

von Josef RosnerProfil

Insgesamt 1,93 Millionen Euro werden in die Neugestaltung des einstigen Bade- und Schulhauses Maiersreuth investiert, das nach seiner Fertigstellung ein Kunsthaus werden soll. Mit den Abbruch- und Aufräumarbeiten geht es gut voran. Jetzt entschied der Marktrat mehrheitlich, dass eine Gasheizung eingebaut werden wird. Eine Pelletsheizung wäre rund 30.000 Euro teurer. Dagegen stimmte lediglich Alfons Schnurrer (CSU-CWG), seine Parteifreunde Erwin Löw und Michael Jaworeck fehlten entschuldigt.

Bürgermeister Klaus Meyer verwies auf die Marktratssitzung vom Februar, in der Erwin Löw den Einsatz regenerativer Energie bei der Heizung ins Gespräch brachte. Bürgermeister Klaus Meyer holte daraufhin Erkundigungen ein. Ergebnis: Eine Pelletsheizung wäre rund 30.000 Euro teurer als eine Gasheizung. Der Kostenrahmen, so Meyer, ließe sich damit nicht mehr einhalten. Alternativen wie etwa eine Wärmepumpe seien nicht möglich, so der Bürgermeister.

Auch Fachplaner für Gas

Meyer informierte weiter, dass Fachplaner jetzt für den Einsatz einer Gasheizung seien. Deren Auswirkungen auf die Umwelt seien gar nicht so schlecht, hieß es. Den Marktrat forderte der Bürgermeister auf, zu einem Entschluss zu kommen, damit das Projekt weitergeht. In der Abstimmung zeichnete sich eine klare Mehrheit für eine Gasheizung ab.

In seinem Bericht erinnerte Bürgermeister Meyer an die Teilnahme an einem virtuellen Radon-Netzwerktreffen. „Für uns in Bad Neualbenreuth und dem Sibyllenbad ist Radon Fluch und Segen zugleich", sagte Meyer und verwies auf die Internetseite des Landesamtes für Umwelt. Dort gebe es weitere Informationen zum Thema. Bei der Raiffeisen-Brache in der Ortsmitte seien bei der Vergabe ausschließlich heimische Firmen zum Zug gekommen, berichtete Meyer weiter. Nach dem Beginn mit dem beiden Hallen folgt das Umfeld mit dem Dorfteich.

Infotafeln und Sitzgruppe

Für den ersten Bauabschnitt hoffte Klaus Meyer auf eine 90-prozentige Förderung. Im Dachgeschoss entsteht ein Vereinsarchiv, das auch von interessierten Vereinen genutzt werden kann. Weiter berichtete Meyer von einem gemeinsamen Besichtigungstermin mit Peter Förster (Deponieleiter Steinmühle) in der Bauschuttdeponie Maiersreuth bezüglich der weiteren Vorgehensweise.

Bürgermeister Klaus Meyer informierte außerdem, dass die Bayerischen Staatsforsten beim Wasserfall in Altmugl, im Rahmen ihrer Gemeinwohlleistungen, an den Wanderwegen Infotafeln über Wald, Wasser und Geologie aufstellen wollen. Angedacht ist zudem eine Sitzgruppe im Bereich der großen Tannen. „Das wird einzigartig“, freute sich der Bürgermeister.

In der gleichen Sitzung ging's im Gemeinderat um Strombezug und -verbrauch

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