18.05.2020 - 18:01 Uhr
AuerbachOberpfalz

Naturfreunde Auerbach: Mit Schnitzeljagd gegen Corona

Corona hat fast alle Aktivitäten der Naturfreunde Auerbach zum Erliegen gebracht. Doch sie reagieren mit Einfallsreichtum auf die Einschränkungen. Nach dem Motto: „Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen.“

Das war eine der Aufgaben bei der Schnitzeljagd: Ein Bild senden, bei dem die Teilnehmer barfuß im Flembach stehen.
von Markus Müller Kontakt Profil

Ausgangspunkt der Überlegungen war bei den Naturfreunden, dass die an Ostern geplante erste Ausfahrt des Mountainbike-Teams ebenso gestrichen werden musste wie alle anderen geplanten Ausfahrten und Aktionen.

„Chris Pfab und sein Mountainbike-Team (MTB) haben sich eine tolle Alternative einfallen lassen“, erklärt Erwin Zimmermann von den Naturfreunden gegenüber Oberpfalz-Medien. „Ihm kam die Idee, die früher bekannten Bildersuchrallyes oder Schnitzeljagden wiederzubeleben und eine erste Tour innerhalb der MTB-Gruppe anzubieten.“

Der Start war am Gottvaterberg. Die Teilnehmer mussten dort ein Foto senden.

Das war gleichzeitig der Start der Zeitnahme mit dem Hinweis zum nächsten Wegpunkt. Die Strecke ging über die Fischerhütte zum Jagdmatterl am Zogenreuther Berg. Zimmermann: „Wer dort dachte, er hätte die Bergauf-Passage geschafft, befand sich leider im Irrtum.“ Das nächste Ziel war der Pinzigberg. Von dort ging es bergab ins Flembachtal zur (nicht bewirteten) Flembachhütte. Die Aufgabe hier: Ein Bild von sich barfuß aus dem Flembach zu senden. Im Felsländel unter der Brücke suchten die Teilnehmer den Weghinweis zur Rußhütte. Von dort aus ging es im Endspurt über die hohe Straße über den Sand zum Feuerwehrhaus in Welluck. Die letzte Aufgabe hier - ein Bild des Gipfelkreuzes - wurde individuell interpretiert. Die noch nicht Ausgelasteten quälten sich nochmals den Gottvaterberg hoch, andere schickten einfach von unten ein Bild. Beides zählte!

Unter den 57 Teilnehmern in 23 Teams (Familien) erzielte Michi Graf die beste Zeit: 59 Minuten. Andreas Kletzok aus Pegnitz brauchte 1:45 Stunden, die Simmers aus Schlammersdorf 1:49. Der Durchschnitt lag bei etwa drei Stunden.

Wie das Gipfelkreuz auf dem Gottvaterberg zu fotografieren war, konnte man auf verschiedene Arten verstehen.

Die Reaktionen auf die Schnitzeljagd waren so positiv, dass die Familie Baumann für alle Interessierten ein weiteres Rätsel entwickelt hat. Dazu gehört eine etwas leichtere Fahrstrecke, die auch für Familien geeignet ist. Die Aufgabe ist auf der Homepage der Naturfreunde (http://naturfreunde-auerbach.de/gps-raetsel-um-auerbach/) zu finden. Als Belohnung für die Teilnehmer verlosen die Naturfreunde unter den bis Ende Mai an naturfreunde.auerbach[at]gmail[dot]com geschickten Lösungswörtern eine kostenlose Übernachtung auf der Hütte des Vereins für bis zu acht Personen. „Dieser Preis kann erst nach der Aufhebung der gültigen Übernachtungsverbote eingelöst werden“, macht Erwin Zimmermann aber deutlich. Und: „Die Suche sollte natürlich unter den geltenden Regeln der Ausgangs- und Kontaktbeschränkung sowie aller notwendigen Sicherheitsmaßnahmen durchgeführt werden.“

Die neue Aufgabe auf der Homepage der Naturfreunde Auerbach

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