02.11.2020 - 11:36 Uhr
AuerbachOberpfalz

Bund Naturschutz gründet neue Ortsgruppe in Auerbach

Nach einer monatelangen Hängepartie kommt die neue Bund-Naturschutz-Ortsgruppe Auerbach dem zweiten Lockdown zuvor. Bei ihrer Gründungsversammlung bestimmt sie sich auch gleich einige Arbeitsgebiete.

Nach einigen Anläufen hat sich die Ortsgruppe Auerbach im Bund Naturschutz jetzt formiert. Im Bild von links Kreisvorsitzender Peter Zahn mit den gewählten Vorstandsmitgliedern Roman Biedermann, Gertrud Burger, Stefan Lindenberger, David Salvio Burger, Riccarda Hieke und Alessandro-Nikolaus Burger.
von Autor SCKProfil

Auf Initiative von Gertrud Burger ging am vergangenen Freitag in Michelfeld im Gasthaus Schenk die Gründungsversammlung zur Bund-Naturschutz-Ortsgruppe Auerbach über die Bühne. Eigentlich wollte sie sich schon vor Monaten formieren, aber durch die Corona-Pandemie ergaben sich immer wieder Verzögerungen bei der Terminsuche.

Vor Ort gibt es schon BN-Mitglieder, die der Kreisgruppe angehören. Im Frühjahr rief sie der Bund Naturschutz zusammen, um die Bereitschaft zur Mitarbeit in einer Ortsgruppe zu sondieren. Über den Sommer hinweg zeigte die Gruppe in der Stadt Auerbach schon Einsatz für die Ziele des BN. Allerdings musste sie einen zwischenzeitlich angepeilten Gründungstermin wieder fallen lassen. Wer sich zu einer Mitarbeit bereit erklärt hatte, wurde dann Anfang Oktober telefonisch zur Versammlung am Freitag eingeladen - gerade noch rechtzeitig, um dem erneuten Lockdown zuvorzukommen. Dazu kam auch der Peter Zahn, Vorsitzender der Bund-Naturschutz-Kreisgruppe Amberg-Sulzbach. Gemeinsam mit Gertrud Burger erläuterte er Ziel und Zweck der Gründung einer Ortsgruppe.

Insgesamt problematische Lage

Primär gehe es darum, die Belange des BN in Auerbach zur Entlastung der Kreisgruppe umzusetzen. Dabei stünden der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen von Menschen, Tieren und Pflanzen sowie die Biodiversität im Ganzen im Vordergrund. Zur Sprache kam dabei auch, dass Auerbach an der äußersten nordwestlichen Grenze des Landkreises Amberg-Sulzbach liegt. Östlich grenzt der Truppenübungsplatz Grafenwöhr an. Bei ihm handelt es sich um ein Natur- und Landschaftsschutzgebiet nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie und ein SPA-Gebiet nach der Vogelschutzrichtlinie der Europäischen Union. Im Norden des Stadtgebiets liegen die Grubenfelder Leonie, ein weiteres FFH- und Naturschutzgebiet.

Westlich befinden sich die Pegnitzaue mit den Kammerweihern, an die das Landschaftsschutzgebiet Michelfelder Wald angrenzt, und das Trinkwasserschutzgebiet. Südwestlich von Auerbach liegt der Veldensteiner Forst als FFH-Gebiet und Naturpark, im Süden schließt das Landschaftschutzgebiet Wellucker Wald an: Eine insgesamt problematische Lage, waren sich die Naturschützer einig.

Ergebnisse der Vorstandswahl

Aus der Vorstandswahl ging Gertrud Elisabeth Burger als Vorsitzende hervor. Zu ihrem Stellvertreter wurde Alessandro-Nikolaus Burger gewählt. David Salvio Burger bekam das Amt des Schriftführers übertragen. Zu Beisitzern wurden Riccarda Hieke, Roman Biedermann, Irmgard Schmieger und Stefan Lindenberger gewählt.

Zu Baumfällungen äußern

Zunächst will die Gruppe für ihren Informationsaustausch die sozialen Medien nutzen, solange die verschärften Bestimmungen zum Schutz vor dem Coronavirus gelten. Eine Stellungnahme als Träger öffentlicher Belange plant sie zum Bebauungsgebiet Adolf-Kolping-Straße, wo elf Linden und ein Vogelbeerbaum gefällt werden sollen. Zur Verlegung neuer Stromleitungen durch die Deutsche Bahn wollen sich die Naturschützer ebenfalls zu Wort melden. Aufklärung verlangt die Ortsgruppe zu den Gerüchten, dass die Kleingartenanlage hinter dem BayWa-Gelände in den nächsten Jahren aufgelöst werden soll, um neuen Baugrund für Auerbach zu gewinnen.

Peter Zahn schreibt an Markus Söder

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