07.05.2020 - 15:04 Uhr
AuerbachOberpfalz

Bürgermeister-Dreigestirn für Auerbach komplett

Es bleibt in Auerbach bei zwei weiteren Bürgermeistern neben dem Stadtoberhaupt Joachim Neuß. Der Versuch, eine Frau unter ihnen zu etablieren, scheitert jedoch.

Das neue Bürgermeister-Dreigestirn für Auerbach bilden (von links) Michael Streit, Joachim Neuß und Norbert Gradl.

Die erste Stadtratssitzung der neuen Wahlperiode eröffnete Bürgermeister Joachim Neuß mit der Nachricht, dass sich zwei Fraktionsgemeinschaften gebildet haben. Eine davon bilden die Freien Wähler/Aufschwung Auerbach (FW/AA) mit den Jungen Freien Wählern (JFW), der anderen gehören die Christliche Umland-Union (CUU) und das Junge Auerbacher Umland (JAU) an.

Für FW/AA und JFW agieren Holger Eckert als Fraktionsvorsitzender und Martin Weiß als dessen Vize. Die CUU und JAU werden von Josef Lehner und Maria Regn angeführt. Die CSU-Fraktion leiten Herbert Appl und Bernhard Hinteregger, die SPD-Fraktion Edmund Goß und Peter Danninger.

Im ersten Tagesordnungspunkt rief Neuß die neugewählten Mandatsträger Birgit Barth (CSU), Peter Danninger (SPD), Bernhard Hinteregger (CSU), Christoph Kasseckert (FW/AA), Stefan Kroher (Junge Freie Wähler) und Bernhard Ziegler (Junges Auerbacher Umland) in alphabetischer Reihenfolge auf und nahm ihnen den Amtseid ab.

Einstimmig beschloss der Stadtrat, die bisherige Praxis beizubehalten und zwei Stellvertreter für das Stadtoberhaupt aus seiner Mitte zu wählen. Neuß schlug als Zweiten Bürgermeister Norbert Gradl vor. Ein anderer Kandidat stellte sich nicht, und so wurde bei einer ungültigen Stimme mit 17:3 gewählt.

Zur Wahl des Dritten Bürgermeisters traten Maria Regn (CUU), Michael Streit (FW/AA) und Birgit Barth (CSU) an. Vorgeschlagen wurden sie durch die Vorsitzenden ihrer Fraktionen. Lehner und Appl bekundeten dabei den Willen, eine Frau als Stellvertreterin des Bürgermeisters zu sehen. Der CSU-Sprecher argumentierte außerdem mit der Sitzverteilung von jeweils fünf Mandaten für FW/AA-JFW, SPD und CSU, die sich auch im Bürgermeister-Trio widerspiegeln sollte. In der geheimen Wahl bekam Maria Regn vier Stimmen, auf Birgit Barth entfielen fünf. Michael Streit gewann mit zwölf Voten die Wahl zum Dritten Bürgermeister.

Sollte keiner der drei Bürgermeister zur Verfügung stehen, schlug Neuß für offizielle Vertretungen die mit jeweils 24 Jahren dienstältesten Stadtratsmitglieder Ulrich Jung und Günther Cermak vor. Er meinte, dass diese Besetzung ausreichend sei, da sie ohnehin nur äußerst selten zum Einsatz kämen. CSU-Sprecher Appl plädierte jedoch für die Tradition der drei Stellvertreter. Der vorgeschlagene Martin Weiß lehnte ab und brachte seinerseits Maria Regn ins Gespräch. So wurden einstimmig die Stadträte Ulrich Jung, Günther Cermak und Maria Regn als Stellvertretungen für die Bürgermeisterriege gewählt.

Vorbereitungen für die Außengastronomie:

Stadt verzichtet heuer auf Sondernutzungsgebühren

Am Donnerstag ging in der Stadtverwaltung ein Antrag der CSU-Stadtratsfraktion ein, die Sondernutzungsgebühren für die Außengastronomie in Auerbach zu erlassen, teilte Bürgermeister Joachim Neuß der Presse mit. Er habe am Mittwoch den Bauhof beauftragt, die Außenmöblierung aufzustellen, damit die Wirte pünktlich am 18. Mai starten könnten. Zugleich habe er einem Gastronom per E-Mail mitgeteilt, dass die Stadt 2020 auf der Sondernutzungsgebühren verzichten werde, schreibt Neuß und kündigt entsprechende Briefe an alle bisherigen Betreiber von Außengastronomie-Flächen in der Innenstadt an.

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