30.07.2021 - 13:51 Uhr
AuerbachOberpfalz

400 000 Euro für die Sanierung des Friedhofs in Auerbach

Vor seiner Sitzung in der Helmut-Ott-Halle unternimmt der Auerbacher Stadtrat am Mittwochabend einen Friedhofsgang. Nicht pietätshalber, sondern aus praktischen Gründen.

Vor dem Ehrenmal für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft erläutert Bürgermeister Joachim Neuß die weiteren Maßnahmen im fünften Bauabschnitt der Sanierung des Friedhofs.
von Jürgen MaschingProfil

Bei der Stadtratssitzung am Mittwoch in der Helmut-Ott-Halle standen zwölf Punkte auf der Tagesordnung. Aber besonders ein Thema rückte in den Blickpunkt, was auch eine Ortsbegehung vor der Sitzung zeigte.

Es ging um die Sanierung des Friedhofes, die nun in den fünften Bauabschnitt gehen soll. Beim Vororttermin erörterten Bürgermeister Joachim Neuß, die Stadträte sowie Margit Ebner vom Bauamt und Landschaftsarchitektin Ursula Barth das Gutachten des Sachverständigen Willi Grasmaier. Aus seiner Sicht sollten die Bäume im Zuge der Baumaßnahme entfernt werden. "Aufgrund der Vorschäden können diese Bäume auch mit baumpflegerischen Maßnahmen nicht mehr langfristig erhalten werden", wurde Grasmaier zitiert. Zudem sei der Standort der Bäume extrem ungünstig, fügte Bürgermeister Neuß hinzu. Seine Folgerung: "Wir müssen bei der Neubelegung von Gräbern nun Platz lassen, um neue Bäume zu pflanzen."

Ehrenmal und Wege im Blick

Als Herzstück umfasst die Sanierung in erster Linie die zentrale Wegachse und kleinere Seitenwege. Bei der Neubepflanzung müsse man nicht unbedingt wieder auf Linden zurückgreifen, meinte Ursula Barth. Bereits bei den vorherigen Bauabschnitten seien verschiedene Baumarten gepflanzt worden. Dabei empfehle der Gutachter einen großzügigen Bodenaustausch mit einem Baumsubstrat.

Auch am Ehrenmal soll es eine Veränderung geben. So ist vorgesehen, dort eine zentrale Stätte des Gedenken der Verstorbenen aus dem Lager Bernreuth zu schaffen. Die Sanierungspläne beinhalten außerdem die Beseitigung von Gefahrenstellen auf dem Weg zur Bestattungshalle und eine Beleuchtung des Hauptweges. Einstimmung entschied der Stadtrat am Ende, den Bauabschnitt 5 in Angriff zu nehmen. Die Baukosten werden etwa 400 000 Euro betragen.

"Sehr gute Chancen auf Landesgartenschau"

„Am 22. Juli gegen 15.30 Uhr wurde die freudige Nachricht übermittelt, dass Auerbach mit 15 weiteren Städten ausgewählt wurde, sich um eine der fünf zu vergebenden Landesgartenschauen für die Jahre 2028 bis 2032 zu bewerben“, führte Bürgermeister Neuß zu einem anderen wichtigen Punkt. Die Abgabe der Bewerbung müsse bis zum 8. April 2022 erfolgen; die Vergabe erfolge Mitte 2022.

Für diese zweite Phase werde die Einschaltung eines Landschaftsarchitekten empfohlen. Auch die Bevölkerung müsse in den Planungsprozess intensiv eingebunden werden, äußerte sich der Bürgermeister. Der Stadtrat unterstützte einstimmig die Weiterführung der Bewerbung, da alle Fraktionen eine sehr gute Chance sehen, die Landesgartenschau nach Auerbach zu holen.

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