10.07.2018 - 14:39 Uhr
AmbergOberpfalz

Wohnung wird Büro

Auf der einen Seite benötigt die Kreisverwaltung dringend neue Büroflächen für ihre Beschäftigten. Auf der anderen Seite will sie ihren Hausmeister adäquat unterbringen.

Die Hausmeisterwohnung des Ämtergebäudes an der Adalbert-Stifter-Straße. Sie wird jetzt umgebaut.
von Andreas Ascherl Kontakt Profil

Der Landkreis beschäftigt für seine Liegenschaften in der Stadt einen eigenen Hausmeister. Das soll auch weiterhin so bleiben. Allerdings muss der Hausmeister bald umziehen. Über den Grund und die Kosten debattierte am Montag der Kreisausschuss, der sich am Ende einig darin war, alles Erforderliche einzuleiten.

Derzeit wohnt der Hausmeister im Schloss - und zwar im Dachgeschoss. Und blockiert damit eine Fläche, die dringend für die Erweiterung der Büroflächen des Landratsamts gebraucht würde, wie Gebäudemanager Hubert Saradeth in seiner Ausschussvorlage argumentiert. Acht Arbeitsplätze könnten hier entstehen. "Es ist die letzte Gelegenheit, direkt im Schloss noch Büroräume zu schaffen", sagte Thomas Raithel vom Gebäudemanagement in der Sitzung am Montag.

Darüber hinaus ist die Hausmeisterwohnung im Schloss nach den Worten von Landrat Richard Reisinger für Familien ohnehin nur sehr bedingt geeignet. Kurzum: Für rund 90 000 Euro soll die Umwandlung von Wohn- in Büroraum in die Wege geleitet werden. Weil man aber beim Landkreis der Ansicht ist, dem amtseigenen Hausmeister eine adäquate Wohnung anbieten zu müssen, soll im Gegenzug das alte Hausmeisterhaus am Dienstgebäude in der Adalbert-Stifter-Straße hergerichtet werden. Das Ensemble wird ohnehin saniert, das Hausmeisterhaus würde die dafür erforderlich Gesamtsumme um rund 276 000 Euro auf knapp fünf Millionen Euro erhöhen.

Im Kreisausschuss herrschte breites Einverständnis, allerdings tauchten Zweifel auf, ob die Büromaßnahme im Schloss wirklich mit nur 90 000 Euro zu stemmen ist. "Das scheint mir schon sehr günstig zu sein", merkte Richard Gaßner (SPD) an. Natürlich könne es unliebsame und kostensteigernde Überraschungen geben, sagte Thomas Raithel. Das könne er nicht ausschließen. Grundsätzlich aber müsse nicht in die Gebäudestatik eingegriffen werden, daher der günstige Tarif.


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