30.11.2020 - 17:41 Uhr
AmbergOberpfalz

"Vorerst kein Handlungsbedarf" in den Schulen der Region Amberg-Sulzbach

In der Stadt Amberg und im Landkreis Amberg-Sulzbach bleibt es beim Präsenzunterricht. Aktuell sind in der Region aber 15 Lehrer und 90 Kinder wegen Covid-19 zu Hause.

Beatrix Hilburger, die Leiterin des Staatlichen Schulamts für Amberg und Amberg-Sulzbach.
von Thomas Kosarew Kontakt Profil

Die Sieben-Tage-Inzidenz entwickelt sich positiv. In der Stadt Amberg lag dieser statistische Wert am Montag bei 154 und im Landkreis Amberg-Sulzbach bei 199. Das Staatliche Schulamt sieht laut seiner Leiterin Beatrix Hilburger deswegen im Moment keinen Anlass, den Ablauf in den Schulen zu ändern: "Die zu erwartenden Inzidenzwerte für morgen erfordern vorerst keinen Handlungsbedarf", ließ Hilburger am Montag wissen.

In Landkreisen und kreisfreien Städten gilt ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 200, dass an weiterführenden und beruflichen Schulen ab der 8. Klasse ein Mindestabstand von eineinhalb Metern auch im Klassenzimmer eingehalten werden muss. Hilburger wörtlich: "In aller Regel wird dies zum Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht mit geteilten Lerngruppen führen, wenn der Mindestabstand sonst nicht eingehalten werden kann." Davon ausgenommen seien Förderschulen, Schulvorbereitende Einrichtungen, Schulen für Kranke und Abschlussklassen aller Schularten. Bei allen anderen werde empfohlen, "dass sich die Teilgruppen bei Wechselbeschulung tageweise beim Unterrichtsbesuch abwechseln". Anders war das nach Ende des ersten Lockdowns, als vor den Sommerferien auf einen Wechsel im Wochenrhythmus umgestellt wurde.

Landrat Richard Reisinger und Oberbürgermeister Michael Cerny seien mit ihr "in stetigem Kontakt, um gegebenenfalls erforderliche Maßnahmen zu besprechen", teilte Hilburger auf Nachfrage mit und fügte hinzu: "Die Schulen sind auf einen möglichen Distanzunterricht gut vorbereitet." Aktuell befinde sich in der Region Amberg-Sulzbach eine Klasse im Home-Schooling. Dabei handle es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme. Insgesamt sind dem Staatlichen Schulamt derzeit 15 Lehrer und 90 Schüler (inklusive Quarantäne-Klasse) bekannt, die wegen Covid-19 nicht am Unterricht teilnehmen können. Sei es wegen eines positiven Tests, einer vorsorglichen Quarantäne oder aufgrund eines ärztlichen Attestes in Zusammenhang mit Covid-19.

Auf Nachfrage äußerte sich die Leiterin des Schulamts auch zum Schulsport, der nur mit Mund-Nase-Schutz stattfinden darf: "Der Schulsport leistet auch in der gegenwärtigen Corona-Pandemie einen wichtigen Beitrag zur Rhythmisierung des Schulalltags und zur Gesundheitsförderung aller Kinder und Jugendlichen." Der Schulsport sei gerade jetzt wichtig. Die Maske sei bei der Sportausübung nicht angenehm, "aber auch nicht der Feind des Schulsports". Dennoch sollten Lehrer darauf achten, hochintensiver Dauerbelastungen zu vermeiden und die Belastung zu dosieren.

So läuft der Schulsport in Zeiten von Corona

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