06.08.2020 - 15:01 Uhr
AmbergOberpfalz

Trotz Pandemie das Examen geschafft

Neun Frauen und zwei Männer haben sich vor drei Jahren entschieden, noch einmal die Schulbank zu drücken. Für den Abschluss als Altenpfleger sorgte Corona für erschwerte Bedingungen.

Nach dreijähriger Ausbildung schafften neun Frauen und zwei Männer ihr Examen als Altenpfleger. Staatspreise für besondere Leistungen erhielten Anna-Maria Augsberger (Vierte von links) und Heidelinde Hagel (Sechste von rechts).
von uscProfil

Mit Eifer und Durchhaltevermögen haben sie den Abschluss als Altenpfleger geschafft, auch unter schwierigen Corona-Bedingungen. Gleichzeitig beendeten acht Frauen und sechs Männer die einjährige Ausbildung zum Altenpflegehelfer. Für die jetzt beginnende einjährige Ausbildung sucht die Schule dringend noch Ausbildungsplätze bei Pflegeeinrichtungen und Sozialstationen. Von den 25 Absolventen haben 13 einen Migrationshintergrund. Sie stammen aus unterschiedlichen Ländern.

Erschwerte Bedingungen

Sieben Arbeitnehmer wurden von Einrichtungen für die Ausbildung freigestellt, gefördert durch das Qualifizierungschancengesetz des Arbeitgeberservice. Sieben Personen konnten über Bildungsgutscheine der Arbeitsagentur und des Jobcenters gefördert werden. Wie bei den Schulen, so machte auch Corona den beiden Lehrgängen einen Strich durch die Ausbildung. In seiner Verabschiedungsrede ging ISE-Geschäftsführer Roland Domogalla auf die Beschränkungen durch Corona ein. So konnte in dieser Zeit kein Präsenzunterricht stattfinden, Arbeitsaufträge mussten für das Lernen zu Hause und für den Unterricht per Video erstellt werden.

Auch die wichtigen Praxisbesuche konnten nicht wie geplant stattfinden. So musste beispielsweise auch die praktische Prüfung in der Schule an der Übungspuppe stattfinden. Dies war für alle eine besondere Situation mit neuen Herausforderungen. Gezeigt habe diese Zeit aber auch, wie flexibel Pflegeschüler seien. In der Krise hätten sie sich auf die fachliche Unterstützung der Schule verlassen können. Domogalla lobte das vorbildliche Verhalten der Schüler ebenso wie die flexible Unterrichtsgestaltung durch die Lehrkräfte und freiberuflichen Dozenten. Auch die Praxisstellen, Pflegeeinrichtungen und Pflegedienste hätten sich mit der neuen Situation arrangieren müssen. Domogalla dankte in diesem Zusammenhang den Praxisanleitern und Pflegedienstleitungen. Schulleiterin Ilona Lang ermutigte die Schüler, sich mit dem Erlernten für die ihnen anvertrauten Pflegebedürftigen in ihrem Berufsalltag einzusetzen. In seinem E-Mail-Grußwort betonte Oberbürgermeister Michael Cerny, dass die Pflege "einer der wichtigsten Bausteine im Zusammenleben in unserer Gesellschaft ist". Es wäre schön, wenn auch nach der Pandemie eine dauerhafte Wertschätzung bleiben würde, meinte er.

Für herausragende Leistungen und einen sehr guten Ausbildungsabschluss wurden bei den getrennt durchgeführten Abschlussfeiern Heidelinde Hagel (Wallmenichhaus, Amberg) und Anna-Maria Augsberger (St. Benedikt, Amberg) besonders geehrt. Sie erhielten eine Auszeichnung der Bayerischen Staatsregierung.

Bereits am Dienstag, 1. September, startet die ISE-Pflegeschule mit der neuen "Generalistischen Ausbildung". Diese verbindet die drei Berufe Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege und die Kinderkrankenpflege und schließt mit der Berufsbezeichnung Pflegefachmann/Pflegefachkraft ab.

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