23.09.2020 - 14:34 Uhr
AmbergOberpfalz

Tesla-Chef Elon Musk steht auf Korodur-Boden aus Amberg

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Vor wenigen Tagen hat Tesla-Chef Elon Musk erstmals die Baustelle seiner Giga-Factory in Grünheide besucht und Richtfest gefeiert. Dabei trug er nicht nur eine Zimmermannskluft. Er stand auch auf einem Boden der Amberger Firma Korodur.

Der Elektroauto-Hersteller Tesla will einen Milliarden-Betrag in die geplante Giga-Factory in Grünheide (Brandenburg) investieren. Ein Teil des Geldes fließt nach Amberg.
von Thomas Kosarew Kontakt Profil

An der Tesla-Straße 1 südlich des brandenburgischen Ortes Grünheide baut das US-amerikanische Unternehmen Tesla, das Elektroautos sowie Stromspeicher- und Photovoltaikanlagen produziert und vertreibt, eine Giga-Factory. Sie soll rund ein Milliarde Euro kosten. Um den Bau kümmern sich zwei deutsche Generalunternehmen, die Aufträge ausschreiben und an Firmen vergeben - zum Beispiel an Bodenverleger, die ihrerseits Materialzulieferer benötigen. An dieser Stelle der Giga-Factory-Geschichte kommt das Unternehmen Korodur Westphal Hartbeton GmbH & Co. KG aus Amberg ins Spiel.

Auf Nachfrage bestätigt Firmengründer Johannes Heckmann gegenüber der Amberger Zeitung und Oberpfalz-Medien: "Wir haben den Zuschlag für die erste Fertigungshalle erhalten."

Insgesamt handle es sich um eine Fläche von rund 50.000 Quadratmetern, die ersten 10.000 werden laut Johannes Heckmann derzeit verlegt. Ein Teil davon sei bereits fertig - in exakt der Halle, in der Elon Musk in Zimmermannskluft das Richtfest mitfeierte. Johannes Heckmann: "Dabei stand er sicher auf Korodur-Boden."

"Deutschland rocks", kommentierte Elon Musk laut Agenturberichten "das Höllentempo auf seiner Baustelle", als er die Fortschritte in Grünheide höchstpersönlich begutachtete. Bei Musk müsse es immer rasend schnell gehen, heißt es. Heckmann kann das bestätigen: "Die drücken da gewaltig aufs Tempo."

Normalerweise werde bei einer Halle erst das Dach gebaut und dann der Boden verlegt - nicht so bei der Giga-Factory. In Grünheide sei es auf der Tesla-Baustelle aus Zeitgründen genau anders herum gewesen. Ob sich die Korodur GmbH auch künftig über Aufträge für Tesla freuen darf, stehe noch nicht fest. Laut Heckmann müsse auf einer halben Million Quadratmeter Industrieboden verlegt worden. Das Amberger Unternehmen habe sich auch an der Ausschreibung für die restlichen Flächen beteiligt.

Johannes Heckmann freut sich über den Tesla-Auftrag.

Unabhängig vom Ausgang freut sich Heckmann schon jetzt: "Da lässt es sich den 75. Geburtstag natürlich gut feiern." Johannes Heckmann macht das am Freitag, 25. September, im Kreis der Familie.

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