03.08.2021 - 14:51 Uhr
AmbergOberpfalz

Sulzbacherin mit Vision eines Oberpfälzer Freizeitparks im Grünen

Regina Wolfohr hat die Vision von einem Oberpfälzer Freizeitpark in der Mitte des Amberg-Sulzbacher Landkreises. Mit ihrer Idee steht sie im Finale des Oberpfälzer Ideenwettbewerbs. Sie erzählt, was ihr vorschwebt.

Regina Wolfohr hat die Vision eines Oberpfälzer Freizeitparks in der Natur.
von Wolfgang Ruppert Kontakt Profil

Regina Wolfohr liebt den Landkreis Amberg-Sulzbach, die Natur, die Wälder und die Artenvielfalt. Wolfohr ist auch eine Visionärin. Sie träumt vom "Jurapark", einem großangelegten Freizeitpark inmitten der Oberpfälzer Wälder, bei dem Natur und Nachhaltigkeit im Fokus stehen. Mit ihrer Idee steht die 28-Jährige im Finale des Oberpfälzer Ideenwettbewerbs.

Einen Standort, Investor oder gar eine Machbarkeitsstudie gibt es dazu noch nicht. Das braucht es ihr zufolge aber auch nicht. "Was ich habe, das ist nicht mehr als eine große Sammlung von Ideen. Aber darum geht es ja beim Ideenwettbewerb", sagt sie. Die einzelnen Einfälle dafür habe sie über Jahre hinweg zusammengetragen. "Immer, wenn mir etwas eingefallen ist, habe ich das notiert. So ist jetzt schon einiges zusammengekommen", erklärt sie.

Touristenmagnet Natur

Wolfohr weiß, was Urlauber anzieht. Sie arbeitet als Tourismusfachwirtin am Landratsamt und verbindetet ihre berufliche Erfahrung mit ihrer Leidenschaft. In ihrer Vision haben aber ratternde Achterbahnen, Riesenräder und lautes Geschrei nichts zu suchen. "Im Oberpfälzer Freizeitpark hört man stattdessen Vogelgezwitscher und raschelnde Blätter im Wind", erklärt sie.

Klingt ein Teil ihrer Idee relativ konservativ, so könnte es der andere sein, der die Oberpfalz zum Touristenmagnet machen könnte. Auf der einen Seite stellt sie sich Wanderpfade, integrierte Wildgehege und Pavillons vor, in denen Wanderer Brotzeit an Oberpfälzer Snackautomaten machen können. Auf der anderen Seite schweben ihr aber auch Dinge vor wie eine sogenannte "Batline". "Die finde ich eigentlich die coolste Idee", sagt sie. Dabei handelt es sich um einen Zipline-Park (Park mit Seilrutschen), der die Fledermaus (englisch "bat") zum Thema hat. In ihrem Exzerpt beschreibt Wolfohr das Projekt so: "Der Zipline-Park erstreckt sich über mehrere Stationen. In Windeseile ziehen die Bäume der aufregenden Hügellandschaft am Gast vorbei, gepaart mit Sonne im Rücken, Wind im Haar und Freiheit im Gefühl." Wolfohr kann sich vorstellen, dass dafür die Skilifte herhalten könnten, die es ohnehin schon im Landkreis gibt.

Ideen über Ideen

Für wen die Zip-Line zu aufregend ist, auch der soll etwas im "Jurapark" finden. Wolfohr stellt sich einen "Skywalk" vor, also einen Pfad über den Baumkronen des Waldes. "Wenn es verlassene Gebäude im Gebiet des Parks gibt, könnte man da Escape-Rooms einrichten", sagt die 28-Jährige. Sie hat auch eine "Jura-Lok" im Kopf, die die Gäste langsam durch den Park kutschiert, damit sie die volle Bandbreite der Natur genießen können. Schließlich würde sie sich noch eine Bar im Stil eines alten Stollens wünschen. "In Anlehnung an die Montangeschichte des Amberg-Sulzbacher Landes", erklärt sie. "Die Sessel erinnern an Förderwägen, Wände an Felsen", sagt sie.

Schließlich stellt sie sich sogenannte "Jura-Lodges" vor, also Hütten, in denen die Besucher übernachten und durch ein Panorama-Fenster in die Natur blicken können. So ambitioniert die Ideen auch wirken mögen, Wolfohr ist es nach eigenen Aussagen auf keinen Fall an einem Ausverkauf der Natur gelegen. "Die Natur ist der Dreh- und Angelpunkt meiner Idee", betont sie.

Sie wäre deshalb dafür, dass die Gäste-Anzahl pro Tag begrenzt wird. "Das macht das Ganze sogar noch attraktiver für die Besucher", erklärt sie. Ihr Park sollte das ganze Jahr über geöffnet sein. Im Winter könnten die Weiher zu Schlittschuh-Bahnen werden. Dazu könnten Weihnachtsmarkt-Buden kommen.

Hoffen auf Umsetzung

Auf die Frage, ob sie damit gerechnet habe, ins Finale beim Oberpfälzer Ideenwettbewerb zu kommen, sagt sie: "Ich muss ja sagen, dass es mich nicht überrascht hat. Alles andere würde heißen, dass ich nicht zu 100 Prozent hinter meiner Idee stehe." Vom Finale erhofft sie sich, dass ihr Projekt mehr mediale Aufmerksamkeit bekommt und sich so Investoren und Möglichkeiten finden, den Traum Wirklichkeit werden zu lassen.

"Ich würde mich schon riesig freuen, wenn es möglich werden würde, dass zumindest Teile meiner Idee, wie zum Beispiel der ,Skywalk', umgesetzt werden könnten."

Auch Bastian Vergnon ist mit seinem Ankerpunkte-Blog im Finale des Oberpfälzer Ideenwettbewerbs

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Zur Person:

Mehr über Regina Wolfohr

  • Regina Wolfohr ist gebürtige Sulzbach-Rosenbergerin und lebt dort auch heute noch.
  • 2009 hat sie ihren Realschulabschluss in Sulzbach-Rosenberg gemacht.
  • 2012 hat sie die Ausbildung zur Kauffrau für Tourismus und Freizeit am Landratsamt abgeschlossen.
  • 2019 wurde sie zur Tourismusfachwirtin und machte im selben Jahr eine Weiterbildung zur Social Media Managerin .
  • Als ihre Hobbies nennt sie Sprachen lernen, Musik machen (spielt Gitarre, Ukulele, Keyboard und singt). Sie hört gerne Podcasts, liebt es zu backen und übt sich im kreativen Schreiben.
Hintergrund:

Wettbewerb „Opf.rocks – Deine Oberpfalz. Deine Idee.“

  • Das Oberpfalz Marketing hat 18 Finalisten ausgewählt.
  • Sieben davon kommen aus Amberg oder aus dem Kreis Amberg-Sulzbach.
  • Es gibt die Kategorien Wirtschaft, Kunst und Kultur, Sport und Freizeit, Soziales, Essen und Trinken sowie den Bereich Wissenschaft und Bildung.
  • Die Verkündung des Siegers findet am 11. August in Kallmünz statt.

Alle weiteren Infos zum Wettbewerb unter

 

 

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