09.07.2020 - 14:21 Uhr
AmbergOberpfalz

Spießwechsel in der 2. Kompanie in Kümmersbruck

Ein nicht alltägliches Bild bot sich den Soldaten in der Kümmersbrucker Schweppermannkaserne. Wo normalerweise Lkw, Kranfahrzeuge oder Gabelstapler des Logistikbataillons 472 unterwegs sind, drehte ein Kampfpanzer eine Kasernenrunde.

. Die Überraschung war gelungen. Mit sichtlichem Vergnügen grüßte Oberstabsfeldwebel Hans-Peter Wolff vom fahrenden Panzer.
von Hans BernreutherProfil

Anlass für eine Extra-Fahrt in der Schwepermannkaserne mit dem Leopard 2 war die Verabschiedung des Kompaniefeldwebels der 2. Kompanie, Oberstabsfeldwebel Hans-Peter Wolff, in den Ruhestand und die Übergabe des Dienstpostens an seinen Nachfolger. Vor mehr als 38 Jahren trat Wolff in die Bundeswehr ein. Seine militärische Heimat war vom Eintritt bis zum Ausscheiden die Schweppermannkaserne. Im damals noch existierenden Panzerbataillon 123 durchlief er die Ausbildung zum Panzersoldaten, war in verschiedenen Führungsfunktionen unter anderem als Panzerzugführer eingesetzt und lernte die Panzertypen M 48, Leopard 1 und 2 bestens kennen. Mit dem Abzug der Panzertruppe im Jahr 1994 und dem Einzug der Logistiktruppe in die Kaserne wechselte auch der Oberstabsfeldwebel in diese Truppengattung.

Bei dem feierlichen Übergabe- und Verabschiedungsappell vor zahlreichen militärischen und zivilen Gästen würdigte der Kommandeur des Logistikbataillons 472, Oberstleutnant Sebastian Erbe, die Verdienste des scheidenden Kompaniefeldwebels, der seit 13 Jahren diese Funktion in verschiedenen Kompanien dieses Verbandes ausgeübt hatte. Er sagte: „In seiner Zeit als Kompaniefeldwebel in der 2. Kompanie hat er getreu dem Motto, geht nicht, gibt’s nicht, mit höchster persönlicher Opferbereitschaft, exzellenter Empathie, einem hohen Anspruch und besonderer Vehemenz diesen Dienstposten bekleidet.“ Als Führer der Spießrunde bedankte sich Erbe bei ihm für seine Beratungsleistung.

Auch der direkte Vorgesetzte von Hans-Peter Wolff, der Chef der 2. Kompanie, Major Björn Kloß, fand ausschließlich lobende Worte für seinen wichtigen Mitarbeiter. „Es gibt nur sehr wenige der hier angetretenen Soldaten, die Ihnen nichts zu verdanken haben, und Sie haben sich mit Ihrem Wissen und Engagement und Ihrer beispielhaften Dienstauffassung den Respekt aller verdient. Sie waren über Jahre das Aushängeschild und das Gesicht der Kompanie“, so der Kompaniechef.

Die Übergabe der gelben Kordel als sichtbares Erkennungszeichen des Kompaniefeldwebels, nahm Oberstleutnant Erbe persönlich vor. Der neue Spieß, Stabsfeldwebel Matthias Landstörfer, ist in der Kompanie kein Unbekannter. Seit 2006 ist er bereits Angehöriger des Bataillons und war hier in mehreren Verwendungen auf unterschiedlichen Ebenen tätig.

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Kümmersbruck

Als Überraschung hatten die Soldaten der 2. Kompanie einen Leopard 2 in Stellung gebracht. Die Ehrenrunde auf seinem früheren Arbeitsgefährt innerhalb der Kaserne genoss der Oberstabsfeldwebel sichtlich. Mit militärischem Gruß verabschiedeten sich die im Spalier angetretenen Soldaten bei der Vorbeifahrt.

Ansprache: Vor der angetretenen Kompanie und zahlreichen Gästen verabschiedete der Kommandeur des LogBtl 472, Oberstleutnant Sebastian Erbe (Bildmitte) den Kompaniefeldwebel der 2. Kompanie, Oberstabsfeldwebel Hans-Peter Wolff (links) und übertrug die Amtsgeschäfte auf Stabsfeldwebel Matthias Landstörfer (rechts).
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