21.04.2021 - 16:33 Uhr
AmbergOberpfalz

Spatenstich für neues Zentrum des SkF Amberg

Der Sozialdienst katholischer Frauen Amberg bekommt ein neues Zuhause. Nach Jahren der Suche, Unsicherheit und Planung war nun Spatenstich. "Ein historischer Tag", sagt Vorsitzende Marianne Gutwein, hofft aber weiter auf Unterstützung.

von Miriam Wittich Kontakt Profil

Wie genau solch ein Spatenstich abläuft, weiß Marianne Gutwein nicht, das gibt die Vorsitzende des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) am Dienstag frei heraus zu - schließlich ist es ihr erster. Der Sozialdienst musste lange auf diesen Baustart warten. Umso glücklicher greift Marianne Gutwein zum Holzstiel, lädt Erde auf das Blatt und schleudert sie für das Foto in die Luft. In den kommenden Monaten soll am Haager Weg in Amberg ein neues Kinder-, Frauen- und Familienzentrum entstehen. "Ein Traum des SkF, der endlich wahr wird", sagt Marianne Gutwein. "Eine eigene Bleibe. Und für die Frauen und Kinder eine sichere und würdevolle Anlaufstelle."

Bauprojekt neben Lebenshilfe

Aus seinem derzeitigen Domizil am Studentenplatz muss der SkF ausziehen. Für das Gebäude gibt es neue Pläne. Schon 2016 machte sich der Sozialdienst deshalb auf die Suche nach einer Alternative. Gefunden wurde die in direkter Nachbarschaft zur Lebenshilfe Amberg-Sulzbach. "Dadurch, dass wir einen Teil des Areals erwerben konnten, wurde unser Projekt erst möglich", erklärt Gutwein dankbar. Im Sebastiansviertel sind nun die Bagger angerollt. Es entsteht ein Haus, in dem der Sozialdienst mit all seinen Diensten untergebracht werden soll. Dazu zählen die Beratung für Familien in besonderen Belastungssituationen, die Hilfe für Frauen, die von Gewalt bedroht oder betroffen sind, die Betreuung von psychisch Kranken, die Kinder- und Jugendhilfe sowie das Projekt Moses.

Kosten wird das neue Zentrum rund 3,4 Millionen Euro, fertig werden soll es im Juni 2022. Marianne Gutwein sagt, dass sich der SkF nur dank großzügiger Förderung an dieses "Leuchtturmprojekt" herangetraut habe. Eine Million Euro kommen von der Aktion Sternstunden. Grundlage für diese Zusicherung war eine 250 000-Euro-Spende von der Klaus-und-Gertrud-Conrad-Stiftung. "Die Unterstützung des SkF ist Klaus Conrad seit Jahren eine Herzensangelegenheit", erklärt Michael Geiss, der als Vertreter der Stiftung zum Spatenstich erschienen ist. Unterstützung für das Projekt und die Personalkosten des SkF gibt es auch von Stadt und Landkreis sowie dem Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration. "Der SkF ist weit über dieses Projekt hinaus bekannt und wird seiner Aufgabe ganz sicher gerecht werden", sagt CSU-Landtagsabgeordneter Harald Schwartz.

Zwei große Bauprojekte am Haager Weg

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Weiter auf Spenden angewiesen

Gut die Hälfte der Kosten sei so bereits gedeckt, erläutert Gutwein. "Dennoch ist es für uns eine große Herausforderung, die restliche Summe zu stemmen." Der Sozialdienst katholischer Frauen hoffe auf weitere Unterstützung aus der Bevölkerung und von örtlichen Unternehmen. Die Vorsitzende: "Denn unsere Dienste und Angebote stehen allen Kindern, Frauen und Familien in Notlagen offen."

Diesem Wunsch kommt sogleich Andreas Reindl nach. Der Vorstand der Volksbank-Raiffeisenbank Amberg, die auch mit der Finanzierung des Projektes betraut ist, hat eine Überraschung dabei. Gemeinsam mit VR-Marketingleiter Thomas Retzer überreicht er einen Spendenscheck in Höhe von 5000 Euro an Marianne Gutwein und ihre Stellvertreterin Waltraud Frieser. "Wir sind stolz, das Projekt als Bank begleiten zu dürfen", erklärt Reindl.

Freude über Millionen-Spende der Aktion Sternstunden

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Warum braucht es Hilfe für Frauen in Amberg?

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Info:

Zum Projekt

  • Gebaut wird auf einer Fläche von 1200 Quadratmetern
  • Kosten: 3,4 Millionen Euro
  • Bezug voraussichtlich im Juni 2022
Info:

Die Arbeit des SkF Amberg

  • Beratung und Hilfe im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe
  • Beratung und Hilfe für Frauen und Familien in besonderen Belastungssituationen
  • Beratung und Hilfe für Frauen, die von Gewalt bedroht oder betroffen sind
  • Beratung und Hilfe für psychisch Kranke und Betreuung nach dem Betreuungsgesetz
  • Projekt Moses

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