04.08.2020 - 17:01 Uhr
AmbergOberpfalz

Was ist ein Schnurlibamburli?

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Der Schnurlibamburli hat schon einige Jahre auf dem Buckel. Jetzt wohnt er in der Amberger Kindertagesstätte "DigiMINT". Jüngst wurde ein Film mit und über Schnurlibamburli prämiert. Aber woher kommt das Wesen?

Brigitte Netta präsentiert Schnurlibamburli, einen Kobold mit zwei Gesichtern: Grün und glücklich, orange und wütend. Dieser suchte während des Lockdowns die Kinder und folgt der Erfinderin auf Schritt und Tritt.
von Dagmar WilliamsonProfil

Der Schnurliamburli, ein Kobold mit zwei Gesichtern, zog schon von St. Michael in das SieKids-Haus und wohnt jetzt im "DigiMINT". Die dortige Leiterin Brigitte Netta stellt Schnurlibamburli stolz vor: „Anfangs war es nur eine Geschichte und dann entstanden viele mehr. Eine Art Fabelwesen, ähnlich dem Pumuckl, aber ohne Abbild.“ Die Erfinderin nutzte bereits während ihrer Tätigkeit in St. Michael den Schnurlibamburli, um die Fantasie der Kinder anzuregen oder erzieherisch Parallelen zum Kind-Dasein verständlich zu erklären. Immer die Kleinen miteinbeziehend.

Schurliamburli: Der Film

Geschichten nehmen Gestalt an

Ihre Geschichten nahm sie mit in das SieKids-Haus und nutzte die Gelegenheit, Schnurlibamburli ein Aussehen zu verpassen. Sie startete mithilfe von Medienpädagogin Alexandra Linz mehrere Film-Projekte und bastelte dazu nach Anleitung der Kinder das passende Wesen. Knetmasse für den Mund, Pfeifenreiniger als Hände – und bunt musste es sein. Pädagogisch sollte der Film nicht nur die Unterschiede zur Realität aufzeigen, sondern auch Kinderrechte nahe bringen.

„Hier ging es um die Fragen: Möchte ich vor der Kamera stehen? Stimmt das, was im Fernsehen gezeigt wird? Und wie macht man einen Film?“, erklärte Brigitte Netta. Bereits beim Zaubern und Verschwinden vom Kindergarten in das Rathaus oder Kurfürstenbad erkannten die Nachwuchsfilmemacher: Mit einem Fingerschnippen ist es nicht getan.

Neue Kindertagesstätte "DigiMINT" in Amberg

Amberg

Kinder machen einen Film

Die Kinder dachten sich die verschiedene Szenen aus und ernannten einen Regisseur, ein Kamerakind und einen Verantwortlichen für die Filmklappe. Bei den unterschiedlichen Einstellungen half Alexandra Linz und positionierte die professionelle Kamera auf einem Stativ. Für die Produktion des siebenminütigen, prämierten Films brauchten die Kleinen neun Vormittage.

Hintergrund:

Prämiert beim Bayerischen Kinder & Jugend Filmfestival

68 Filme konkurrierten in diesem Jahr um die Preise des Bayerischen Kinder & Jugend Filmfestivals (BKJFF), die als wichtigste Filmpreise für Nachwuchsfilmemacher in Bayern gelten. Alle Preise sind mit jeweils 500 Euro dotiert. Die Jury begründete die Auszeichnung von Schnurliamburli mit der „besonderen Anerkennung“ durch die Umsetzung der Stop-Motion-Animation und den gebastelten Kobold mit vielen Gesichtern.

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