26.11.2020 - 10:42 Uhr
AmbergOberpfalz

Rosenplatz, Kreisverkehr und die Radfahrer

Wegen des erhöhten Infektionsrisikos besteht bei der Sitzung des Stadtrats am Montag im Saal des ACC vollständige Maskenpflicht. Das beschleunigt die Themen im öffentlichen Teil enorm.

Der Rosenplatz in Gailoh steht nicht in Verdacht, einen Schönheitspreis gewinnen zu können. Jetzt soll er zumindest ein bisschen aufgehübscht werden.
von Andreas Ascherl Kontakt Profil

Weil die jeweiligen Ausschüsse gut vorberaten hatten, ging die letzte Stadtratssitzung sehr zügig über die Bühne - zumindest der öffentliche Teil.

  • Rosenplatz soll schöner werden. Der Rosenplatz in Gailoh soll schöner werden. Im Prinzip werden Grüngutcontainer und Bushaltestelle getauscht, der Bauausschuss hatte vorberaten, der Stadtrat noch Redebedarf. Vor allem die Idee, den Bus künftig um den Rosenplatz herumfahren zu lassen und stattdessen die bisherige Endstation der Linie im Gewerbegebiet Gailoh zu streichen, erzeugte Bedenken. "Wir müssen uns Gedanken machen, wie wir den öffentlichen Nahverkehr besser machen und nicht schlechter", appellierte Hans-Jürgen Bumes (Grüne). Und auch Dieter Amann (SPD) merkte er an, als Verbandsrat des Zweckverbands Nahverkehr könne er dieser Maßnahme nicht zustimmen. Da der vorgelegte Entwurf aber ohnehin nur der Auftakt für die Planung darstellt, gab es am Ende keine Gegenstimme.
  • Kreisel kommt gut an. Dass die Einmündung der AS 30 in die Staatsstraße 2238 bei Immenstetten ein Unfallschwerpunkt ist, ist unwidersprochen. Einig ist man sich im Stadtrat auch darüber, dass die jetzt gefundene Lösung, hier einen großen Kreisverkehr zu bauen, die beste ist. Nicht ganz klar war allerdings Dieter Amann (SPD) am Montag, wie sich die Anteile von Freistaat, Landkreis und Stadt an der Finanzierung errechnen. "Was ist denn da jetzt eigentlich Stadtgebiet?", wollte Amann wissen. Nach den aktuellen Berechnungen ist die Stadt Amberg mit 36,97 Prozent oder 836.000 Euro an der Gesamtsumme von 2,26 Millionen Euro beteiligt. Davon dürften rund 300.000 Euro öffentlich gefördert werden.
  • Rote Markierung für Radler. Die Idee ist relativ simpel: Künftig soll bei Baumaßnahmen und ähnlichen Maßnahmen an stark frequentierten Grundstücken, Tankstellenzufahrten oder Parkhäusern ein dort vorhandener Radweg in diesem Ausfahrtsbereich rot markiert und mit einem Radsymbol versehen werden, um die Sicherheit für die Radler zu erhöhen. Im Stadtrat gab es dazu am Montag zwei "Extremmeinungen". Klaus Ebenburger (Grüne) würde am liebsten alle Radwege im Stadtgebiet rot einfärben, um das Radfahren allgemein sicherer zu machen, wie er sagte. Hans-Jürgen Bumes (Grüne) würde es - scherzhaft ausgedrückt - schon reichen, wenn es die Markierungen an den Tankstellen in der Bayreuther Straße gäbe, wo er immer vorbei radelt. Emilie Leithäuser (FDP) hingegen stimmte gegen die Maßnahme, weil sie der Meinung ist, dass nicht immer die Autofahrer die Schuldigen sind, wenn etwas passiert. Auch die Radfahrer müssten da mal etwas mehr in die Verantwortung genommen werden. Um dieses Thema gehe es aber gar nicht, sagte Oberbürgermeister Michael Cerny. Sondern um Sicherheit. "Denn wenn ein Fahrradfahrer mit einem Auto in Konflikt kommt, dann gibt es immer nur einen Verlierer."

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