28.09.2021 - 15:22 Uhr
AmbergOberpfalz

Pilzbefall und Trockenheit: Weide in Amberg wohl nicht mehr zu retten

Ein großer Ast ist bereits abgebrochen: Zur Gefahr für die Parkbesucher ist eine Weide in der Kräuterwiese in Amberg geworden. Ein Pilz hat den Baum durchzogen, das Holz ist nicht mehr tragfähig.

von Miriam Wittich Kontakt Profil

Eindrucksvoll stand die Weide viele Jahre in der Kräuterwiese an der Vils. Bernhard Frank und Wolfgang Zehend vom Sachgebiet Grün des Amberger Baureferats schätzen, dass der Baum vor etwa 65 Jahren hier gepflanzt wurde. Nun ist ein großer Ast abgebrochen. Das Parkgelände musste rund um den Baum abgesperrt werden.

Ein Pilz hat die Weide befallen und porös gemacht. Der Fruchtkörper ist bereits außen am Stamm sichtbar. "Ein schweres Indiz dafür, wie schlecht es im Inneren ausschaut", erklärt Wolfgang Zehend. Er bricht ein Stück Holz aus dem abgebrochenen Ast heraus, mit den Fingern kann er es ganz leicht zerbröseln. Dem Team Grün der Stadt Amberg war klar, dass hier gehandelt werden muss, um für die Sicherheit der vorbeikommenden Menschen zu sorgen. "Unser Plan war eigentlich, die Baumkrone nur einzukürzen und die statische Last in Richtung Vils zu lenken", erzählt er. "Doch dann kam uns die Natur zuvor." Bei starkem Regen brach ein Teil des Baumes ab, der müsse nun mit Spezialgeräten entfernt werden. Und auch von der übrigen Weide werde nicht viel bleiben können. "Es ist zu gefährlich für die Passanten. Ein Baum, der so befallen ist, wird nie mehr richtig stabil", erklärt Zehend.

Es sei auffallend, dass fast alle Weiden in diesem Alter im Stadtgebiet "auseinanderbrechen", sagt Zehend, räumt aber auch ein, dass die Trauerweide ein Baum ist, der sehr schnell wächst und eher eine geringe Lebensdauer hat. "Die Trockenheit der Jahre 2018, 2019, 2020 war ein zusätzlicher Stressfaktor."

Während für diese Weide in der Kräuterwiese nur noch wenig Hoffnung besteht, gibt es erfreuliche Nachrichten von den Weiden an der Vils beim Kurfürstenbad. Auch denen hatte die Trockenheit der vergangenen Jahre stark zugesetzt, im Mai wurden sie mit Spezialgeräten gestutzt. "Die haben sich dadurch erholt und schauen jetzt wieder richtig gut aus", freut sich Wolfgang Zehend.

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