26.11.2020 - 11:50 Uhr
AmbergOberpfalz

Pfarrbüros von St. Martin Amberg mit neuer Adresse: Neues Zuhause für Pfarrer Thomas Helm

Zweifelsohne ist die Sanierung des Anwesens im Unteren Apothekergässchen 1, das nun als neues Pfarrhaus und Sitz des Pfarrbüros von St. Martin dient, in jeder Hinsicht gelungen. Die Maßnahme kostet rund 1,8 Millionen Euro.

In moderner und sehr ansprechender Form hat die Ahnengalerie der Stadtpfarrer von St. Martin Eingang in das neue Pfarrhaus gefunden, die bereits im Eingangsbereich die Besucher begrüßen. Stadtpfarrer Thomas Helm freut sich über die gelungene Variante der Ahnengalerie.
von Adele SchützProfil

In dieser Woche erfolgte der Umzug des Pfarrbüros von St. Martin. Auch Stadtpfarrer Thomas Helm bezog seine Wohnung im neuen Pfarrhaus im ersten Stock. Für den Geistlichen war es der fünfte große Umzug seiner privaten Wohnung, so dass er um den riesigen Aufwand eines Wohnsitzwechsels weiß. "Ob der Umzug in eine andere Stadt oder von zwei Gebäuden im nahen Umfeld erfolgt, wie es jetzt der Fall ist, der Aufwand bleibt stets gleich groß", bemerkt Stadtpfarrer Helm.

Sein Hauptanliegen ist nach seinen Aussagen hinsichtlich des Umzugs, dass dieser reibungslos über die Bühne geht. Ihm ist wichtig, dass das Pfarrbüro an seinem neuen Sitz schnellstmöglich wieder seine Arbeit aufnehmen kann. Er weist auf die Adressänderung hin, denn die lautet in Kürze nicht mehr Unteres Apothekergässchen 1, sondern Pfarrer-Meiler-Platz 1.

Neues Mobiliar

Helm freut sich riesig, dass er im neuen Pfarrhaus im ersten Stock eine Wohnung beziehen kann, die alle Voraussetzungen biete, seinem Wunsch nach einem gemütlichen Zuhause zu verwirklichen. "Ich lege großen Wert auf eine Wohnung mit Wohlfühlatmosphäre, die mir als Rückzugsort zum Auftanken der Kräfte nach getaner Arbeit dient", macht der Geistliche bewusst.

Wenn der Stadtpfarrer auch auf Erfahrungen mit dem Umzug seiner Privatwohnung zurückgreifen kann, so betrat er mit dem Umzug des Pfarrbüros Neuland. Wenn auch das Pfarrbüro an der neuen Adresse zeitgemäß eingerichtet und ausgestattet wurde, weil das Mobiliar des bisherigen Pfarrbüros aus den 1930er Jahren ausgedient hatte, müssen dennoch die EDV-Anlage und die Unmengen an Aktenbeständen mitgenommen werden.

Helm erklärte, dass den vielen freiwilligen Umzugshelfern absagen musste, da die Einhaltung der Hygienevorschriften wegen Corona nicht gewährleistet gewesen sei. Er freut sich aber, dass der Umzug bestens mit den Hauptamtlichen, dem Mesner, dem Hausmeisterehepaar, dem Kirchenmusiker den Pfarrsekretärinnen und dem Diakon bewerkstelltigt werden konnte. Er macht auf einen weiteren Vorteil des Pfarrhauswechsels aufmerksam, denn dadurch seien das Pfarrhaus und das Jugend- sowie Pfarrheim näher zusammengerückt. Was die Baumaßnahme betrifft, meint der Stadtpfarrer, dass es noch im Frühjahr 2019 als die Generalsanierung des Anwesens im maroden Bauzustand im Unteren Apothekergässchen 1 begonnen habe, es unvorstellbar gewesen sei, dass es sich nach gelungenen Baumaßnahmen innen und außen als wahres Schmuckstück präsentiere. Von der Außenansicht füge sich nach seinen Aussagen das neue Pfarrhaus vom Charakter her harmonisch in das Altstadtensemble ein. Wie es zum Umzug des Pfarrhauses von St. Martin kam, weiß Kirchenpfleger Josef Beer.

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Nach dem Pfarrerwechsel im September 2017 habe sich die Frage der weiteren Nutzung und Sanierung des Pfarrhauses in der Rathausstraße gestellt. "Ein Einzug in das Gebäude, das bereits zu diesem Zeitpunkt in weiten Flächen leer stand, war aufgrund des äußerst schlechten baulichen Zustands nicht möglich und mit einer Gesamtfläche von über 900 Quadratmeter war es für den Bedarf überdimensioniert und mehr als doppelt so groß als vom diözesanen Raumprogramm für Pfarrhäuser vorgesehen", erinnert Beer. Etwa zum selben Zeitpunkt habe nach seinen Aussagen die Kirchenstiftung die Option erhalten, das Anwesen im Unteren Apothekergässchen 1 zu erwerben, welches das Nachbargrundstück zum Pfarr- und Jugendheim sei. Zusammen mit dem von der Kirchenverwaltung beauftragten Architekturbüro Zunner in Amberg und dem Bauausschuss der Diözese Regensburg seien laut Beer Planstudien erstellt worden. "Das Ergebnis zeigte, dass die Variante im Unteren Apothekergässchen die kostengünstigere und wirtschaftlichere Lösung ist und das diözesane Raumprogramm dort auf den knapp 400 Quadratmetern gut umgesetzt werden kann", informiert der Kirchenpfleger. Im neuen Pfarrhaus mit barrierefreiem Zugang wurden im Erdgeschoss das Pfarrbüro, das Amtszimmer des Pfarrers, das Büro des Diakons, die Registratur, eine Teeküche sowie zwei Toiletten eingerichtet. Im Obergeschoss befindet sich die Wohnung des Pfarrers.

Zuschuss von der Dizöse

Im Dachgeschoss stehen weiter zwei derzeit ungenutzte kleinere Wohnungen für einen Pfarrvikar und eine Haushälterin nach Bedarf zur Verfügung. Der Kostenaufwand sei laut Kirchenpfleger Josef Beer von der Diözese mit 1 825 000 Euro festgesetzt worden. Für die Finanzierung der Kosten habe es einen Bauzuschuss von 55 Prozent der Diözese gegeben. Der Eigenmittelanteil der Kirchenverwaltung resultiere größtenteils aus dem Verkauf des alten Pfarrhauses an die Stadt Amberg auf Basis des Erbbaurechts und aus dem Erlös einer zweckgebundenen Schenkung.

Das neue Pfarrhaus von St. Martin auf dem zukünftigen Pfarrer-Meiler-Platz 1 präsentiert sich außen und innen nach den gelungenen Baumaßnahmen als wahres Schmuckstück.
Der Umzug des Pfarrbüros von St. Martin mit Unmengen alter Aktenbestände, die Stadtpfarrer Thomas Helm zu sortieren und in den neuen Büroschränken zu platzieren hatte, machte den Wechsel in das neue Pfarrhaus nicht einfach.
Der Umzug des Pfarrbüros von St. Martin mit Unmengen alter Aktenbestände, die Stadtpfarrer Thomas Helm zu sortieren und in den neuen Büroschränken zu platzieren hatte, machte den Wechsel in das neue Pfarrhaus nicht einfach.

 

 

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