26.05.2021 - 14:08 Uhr
AmbergOberpfalz

Nicht nur wegen Corona: Keine Chance den Klinik-Keimen

Mit Sterilisationsverfahren werden OP-Bestecke und medizinische Produkte routinemäßig keimfrei gemacht. In Zeiten von Corona kommt dieser Aufgabe eine noch größere Bedeutung zu. Im Klinikum St. Marien Amberg ist nun noch mehr zu tun.

Die Zentralsterilisation im Klinikum: Hier werden Medizinprodukte keimfrei gemacht und wieder verpackt.
von Externer BeitragProfil

Etwa 4300 medizinische Instrumente werden im Klinikum St. Marien Amberg pro Tag in der Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte, kurz AEMP, für den erneuten Gebrauch hergerichtet. Damit alles zügig vonstatten geht, ist die Einheit direkt an die Operationsabteilung angegliedert und von daher unverzichtbarer Bestandteil der Krankenhaushygiene. Laut einer Mitteilung aus St. Marien verliefen diese "so wichtigen Prozesse in diesem Bereich eher vollkommen reibungslos im Hintergrund". Die Pandemie habe das geändert.

Alle Instrumente, die im OP oder auf den Stationen gebraucht werden, müssen unmittelbar danach wieder steril aufbereitet werden. Strenge Gesetze und Vorgaben seien zwingend einzuhalten, wie die stellvertretende AEMP-Leiterin Arzu Ertug sagt: "Wir sprechen hier von einem wirklich umfassenden Prozess. Angefangen bei der manuellen Vorreinigung, der maschinellen Reinigung und Desinfektion, dem Sterilisationsprozess und zuletzt der Lagerung beziehungsweise der erneuten Bereitstellung von Medizinprodukten." Bis der komplette Zyklus einmal durchlaufen ist dauert es bis zu vier Stunden.

Pflegedirektorin Kerstin Wittmann wird ebenfalls zitiert: "Die Sterilgutversorgung für unsere OP-Säle befindet sich auf hygienisch höchstem Niveau. Dies dient auch der Sicherheit unserer Patienten." Die hohe Qualität sei auch von einer externen Gesellschaft bestätigt worden, was bedeutet: Das Klinikum darf auch Sterilgut für externe Praxen aufbereiten. Das Wichtigste seien die Mitarbeiter, die laut dem Schreiben erheblich zu dieser Qualität beitragen. 17 Mitarbeiter sind es derzeit in der AEMP im Klinikum Amberg. "Wir haben stets aktuelle Entwicklungen und Anforderungen im Blick und können so unsere Strukturen und Abläufe entsprechend anpassen", betont Vorstand Manfred Wendl: "Wir schaffen damit die Voraussetzungen für eine optimale medizinische Versorgung."

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