21.11.2021 - 13:54 Uhr
AmbergOberpfalz

Marco Pilhofer bleibt "Chef" der Schäfloher Siedler

Zahlreiche Absagen haben das Vereinsleben geprägt – "Dauerthema Grundsteuer" auf der Tagesordnung

Neuwahlen und Mitgliederehrung bei der Siedlergemeinschaft Schäflohe. Unser Bild zeigt (von links): Vorsitzender Marco Pilhofer, Schriftführerin Susanne Engelhardt, 2. Vorsitzender Jürgen Stepan, Schatzmeister Franz Schwarz, Hermann Sehr (geehrt für 40 Jahre Mitgliedschaft) sowie der Kreisvorsitzende des Verbands Wohneigentum, Reinhard Ott.
von Autor GFProfil

Das "Dauerthema Grundsteuer" stand auch bei der Siedlergemeinschaft Schäflohe auf der Tagesordnung der Jahreshauptversammlung. Dazu sagte Reinhard Ott, der Kreisvorsitzende des Verbands Wohneigentum, dass es zu der vom Bund angestrebten Neuregelung, die für Immobilieneigentümer zu erheblicher Mehrbelastung geführt hätte, wahrscheinlich nicht kommen werde. 14 der 16 Bundesländer – darunter auch Bayern – würden eigene Wege gehen. Dabei solle es zu keiner nennenswerten Erhöhung der Grundsteuer kommen.

Bei der Jahreshauptversammlung der Siedlergemeinschaft Schäflohe im Feuerwehrgerätehaus in Schäflohe blickte Vorsitzender Marco Pilhofer noch einmal zurück auf die Zeit seit der letzten Versammlung vor genau zwei Jahren. Die Siedlergemeinschaft, so Pilhofer, habe Sommer-, Weinfest und die Jahreshauptversammlung abgesagt, hoffe aber im kommenden Jahr wieder auf die geselligen Feste der Siedlergemeinschaft und das Bürgerschießen. Im Frühjahr sei wieder eine Heizöl-Sammelbestellung geplant.

Hohes Verkehrsaufkommen

Marco Pilhofer kritisierte das vermehrte Verkehrsaufkommen durch Schäflohe von und nach Poppenricht, das eigentlich über die Abfahrt von der B 85 westlich von Karmensölden geführt werden sollte. Gerade dieser Durchgangsverkehr sei eine Gefahr für die Schulkinder, die frühmorgens mitten im Dorf auf den Schulbus warten. Er schlage vor, den Bus einen Umweg über die Straße „Ludwigsleite“ fahren zu lassen, die Kinder könnten in der verkehrsberuhigten Zone zusteigen und laufen nicht Gefahr, von einem Verkehrsteilnehmer, der es eilig hat, erfasst zu werden.

Wie der Kreisvorsitzende des Verbands Wohneigentum, Reinhard Ott, sagte, halte er die laufend steigende CO2-Bepreisung für viele Hausbesitzer existenzgefährdend. Nach wie vor würden 42 Prozent der Deutschen mit Öl heizen. Wenn dann der Liter Heizöl um 1,50 Euro koste, würden viele nicht mehr wissen, wie sie das bezahlen sollen. Städte- und Landkreistag hätten sich darauf geeinigt, dass die Kommunen ihre Hebesätze für die Grundsteuer moderat anpassen, so dass es letztlich bei der bisherigen Belastung der Immobilienbesitzer bleiben wird. Für Bayern sei geplant, den Quadratmeter unbebaute Fläche mit vier Cent anzusetzen. Sei das Grundstück bebaut, würden 50 Cent anfallen, sei es bewohnt, nur 35 Cent.

Zum Verband Wohneigentum gewechselt

Stolz war Ott, dass vier Siedlergemeinschaften aus der unmittelbaren Nachbarschaft mit gut 1500 Mitgliedern sich von ihrem bisherigen Dachverband gelöst und dem Verband Wohneigentum angeschlossen haben. Abschließend wies Ott auf die kostenlose Einzelberatung durch den Verband Wohneigentum hin, falls es einen Pflegefall in der Familie gibt.

Bei den Neuwahlen wurden Marco Pilhofer als Vorsitzender, Jürgen Stepan als sein Stellvertreter und Franz Schwarz als Kassier wiedergewählt. Neue Schriftführerin wurde Susanne Engelhardt. Als Beisitzer wurden Rudolf Hopf, Veronika Steinborn, Monika Wasner und Erna Wittmann gewählt, zum Kassenrevisor wurde Franz Heindl bestellt. Für 40 Jahre Mitgliedschaft in der Siedlergemeinschaft Schäflohe wurde Hermann Sehr geehrt.

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