03.12.2020 - 12:41 Uhr
AmbergOberpfalz

Ist die Lichterkette am Amberger Christbaum zu kurz?

Der Amberger Marktplatz ist derzeit ein Augenschmaus. Die Lichter an den Fassaden der bunten Altstadthäuser glitzern und der Christbaum in der Mitte hat das Zeug zum Prachtburschen. Doch ein Detail trübt den vorweihnachtlichen Rausch.

Die Weihnachtsbeleuchtung der Park- und Werbegemeinschaft ist prächtig - bis auf ein kleines Detail.
von Andrea Mußemann Kontakt Profil

Der Panoramablick über den weihnachtlich dekorierten Marktplatz hat das Zeug zum Kalendermotiv. Wenn da nur ein kleines Detail nicht wäre, das für Unmut sorgt: Die Lichterkette für den Christbaum reicht nicht bis zum Boden, sondern hört auf einer Höhe von etwa zwei Metern über dem Kopfsteinpflaster auf. Darüber macht sich Unmut in den sozialen Netzwerken breit. "Kann man den Baum nicht gemäß der Lichternetzgrösse besorgen? Sieht doch untenrum nicht schön aus", kommentiert ein Leser auf Facebook unter dem Beitrag von Onetz Amberg.

Mit dieser Meinung steht er nicht allein da. Auch in der Stadtverwaltung ist der Schönheitsfehler schon diskutiert worden. Ändern lässt sich daran aber kurzfristig nichts. "Normalerweise ist es ja so, dass um den Baum herum die Buden stehen", erklärt Pressesprecherin Susanne Schwab. Eine Lichterkette bis zum Boden werde deshalb nicht benötigt, weil sie ohnehin verdeckt wäre. Da der Weihnachtsmarkt heuer nicht in seiner ursprünglichen Form aufgebaut ist, ist der Baum ausnahmsweise komplett zu sehen - und damit auch die (vermeintlich) zu kurze Beleuchtung.

So sieht die Corona-Variante des Amberger Weihnachtsmarktes aus

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Kritiker des Baumschmucks kann man aber durchaus auch auf die Jahre 1975 und 2000 verweisen. Damals gab es ganz andere Probleme mit dem Amberger Christbaum. Beide waren so hässlich, dass die Bürger Sturm liefen. Vor 20 Jahren eskalierte der Widerstand gegen den aufgestellten Kragl, sodass sogar ein neuer beschafft wurde.

Zum Vergleich ein Bild aus dem Jahr 2019: Die Lichterkette hört da auf, wo die Buden anfangen.

1975 und 2000: Kragl-Affäre auf dem Amberger Marktplatz

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