15.07.2021 - 17:42 Uhr
AmbergOberpfalz

Laura Tessmann mit unglaublichem Ergebnis: Abi-Schnitt von beinahe 0,7

Viel Luft nach oben ist da nicht mehr. Laura Tessmann vom Max-Reger-Gymnasium hat im Abitur 870 von maximal 900 möglichen Punkten erreicht. Im Gespräch mit der Überfliegerin wird deutlich, dass sie trotz des Erfolgs am Boden geblieben ist.

Laura Tessmann hat ihre Schullaufbahn am Max-Reger-Gymnasium mit einem beeindruckenden Abitur abgeschlossen. Ihr Schnitt streift die 0,7. Sie sagt, sie hat sich über die Jahre eine Methode zurechtgelegt, mit der sie enorm effizient lernen kann.
von Wolfgang Ruppert Kontakt Profil

Einser-Abiturienten gibt es ohnehin nicht allzu viele. Was aber der 17-jährigen Laura Tessmann aus Ammerthal gelungen ist, ist geradezu spektakulär. Sie ist eine der 38 MRG-Schüler, die heuer ihr Abi geschrieben haben. Tessman hat nicht nur ein Einser-Abi. Nein, sie hat beinahe einen Notendurchschnitt von 0,7 erreicht. Anders ausgedrückt: Von maximal möglichen 900 Punkten hat sie einen Wert von 870 erreicht. Schulleiter Georg Meyer sagt, er habe in seiner Laufbahn selten ein solch überragendes Ergebnis gesehen.

Für Laura Tessmann, die in Darmstadt geboren wurde und seit ihrer Kindheit im Landkreis Amberg-Sulzbach wohnt, ist das fantastische Ergebnis aber kein Grund, eingebildet zu werden. Im Gegenteil. Natürlich habe sie immer schon viel für die Schule gemacht und sich in den vergangenen beiden Jahren gut überlegt, welche Leistungen sie ins Abi einbringen und welche sie aus taktischen Gründen besser streichen sollte. Dass es am Ende aber so gut werden sollte, hätte sie selbst nicht gedacht. Sie sagt: "Das Ergebnis hat mich selbst überrascht." Für ihre Freunde hingegen sei ihr Abi-Schnitt keine große Überraschung gewesen.

Effektive Lernmethode

Das Geheimnis hinter ihrem Erfolg sieht sie in ihrer Art des Lernens: "Ich würde nicht sagen, dass ich überdurchschnittlich viel gelernt habe. Ich habe nur recht früh einen Weg gefunden, wie ich sehr effektiv lernen kann. Das habe ich immer so gemacht und konnte dadurch viel behalten." Eine ihrer Leidenschaften in der Freizeit ist das Lesen. Sie vermutet: "Das hat sicherlich auch einiges dazu beigetragen." Vor dem Abi habe sie Texte gelesen, die speziell das zum Gegenstand hatten, was in der Englisch- oder Deutschprüfung drankommen könnte. "Ich lese aber auch gerne mal Erzählungen", sagt sie. Wenn sie sich nicht mit Wissensinhalten beschäftigt, dann geht sie gerne nach draußen. Vor Corona habe sie zudem in einem Volleyball-Verein gespielt.

Die Zeit nach den Prüfungen

Am heutigen Freitag wird Tessmann wie ihre Mitschüler das Abizeugnis bekommen. Sie ist die Stufensprecherin ihres Jahrgangs und wird deshalb auch eine Rede halten. Ehrenamtlich hat sie in dieser Funktion den Abiball, die Oberstufen-Parties und den Abischerz am Mittwoch mitorganisiert.

Nach den Abi-Prüfungen und bis zur Zeugnis-Übergabe hatte Tessmann auf einmal ganz viel Zeit. Was sie währenddessen gemacht hat, beschreibt sie so: "Ich habe die Zeit ein bisschen zur Entspannung genutzt. Ich koche sehr gerne und habe mir die Zeit dafür genommen." Auch habe sie sich mehr mit Freunden getroffen, nicht zuletzt auch deshalb, weil sie nach Ablenkung von den ausstehenden Prüfungsergebnissen gesucht habe.

Heidelberg kann kommen

Wie es nach dem Abi weitergehen soll, das weiß Tessmann schon. Sie wird Chemie in Heidelberg studieren. Tessmann: " Das hat mir in der Schule schon sehr viel Spaß gemacht." Sie ist davon überzeugt, dass sie damit sehr viele Optionen haben wird. "Ich kann mir vorstellen, in die Forschung zu gehen." Allerdings schreibe sie auch sehr gerne, weshalb sie auch damit liebäugelt, zum Beispiel Wissenschaftsjournalistin zu werden.

Ihr Lernniveau will die 17-Jährige auf jeden Fall beibehalten. "Natürlich ist ein Studium ein völliger Neuanfang und man weiß nie, was kommt. Aber ich denke schon, dass ich mein Pensum so wie bisher beibehalten kann." Fraglich bleibe natürlich, ob dabei wieder ein solches Ergebnis wie beim Abitur herauskommen wird. Tessmann gibt sich aber kampfbereit: "Klar wird das mein Anspruch sein, denn das Abi werde ich wohl immer im Hinterkopf behalten."

Sie sagt von sich selbst, dass sie das Lernen nie als einen großen Stressfaktor wahrgenommen habe. Erholung nach Prüfungen habe sie nie wirklich nötig gehabt. "Ich kann das eigentlich ganz gut mit meiner Freizeit verbinden, ohne dass es zu viel für mich wird."

Sind Abiturergebnisse und Corona eine gute Kombination?

Weiden in der Oberpfalz

 

 

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