24.02.2021 - 16:24 Uhr
AmbergOberpfalz

Kurze Vorlaufzeit für Impftermine in Amberg und Sulzbach-Rosenberg

Deutlich höhere Impfstoffmengen könnten den Kampf gegen die Corona-Pandemie im Raum Amberg im zweiten Quartal beschleunigen. Für unter 65-Jährige führt aber noch längere Zeit kein Weg an Astrazeneca vorbei.

300 Dosen können derzeit pro Tag in den Impfzentren Amberg und Sulzbach-Rosenberg verabreicht werden.
von Externer BeitragProfil

Sie sind über 80 Jahre alt und haben noch keinen Impftermin? „Dann müssen Sie sich keine Sorgen machen“, beruhigt der Leiter der beiden Impfzentren in Amberg und Sulzbach-Rosenberg Sebastian Schaller in einer Pressemitteilung. Oberbürgermeister Michael Cerny hatte sich bei ihm nach dem aktuellen Stand erkundigt.

Nach Schallers Angaben sind mehr als 2.000 Menschen im Alter von über 80 Jahren aus der Stadt Amberg und aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach bereits geimpft. Gleichzeitig geht er zum gegenwärtigen Zeitpunkt davon aus, „dass alle über 80-Jährigen bis Mitte März ein Impfangebot erhalten sollten“. Freilich handle es sich dabei nur „um eine grobe Schätzung mit mehreren Unbekannten“.

„Wir vergeben nur dann Termine, wenn der Zulauf des Impfstoffes auch gesichert ist. Im Moment ist das maximal etwa zehn Tage im Voraus der Fall“, erklärt Schaller, warum viele Senioren noch keine Rückmeldung auf ihre Registrierung erhalten hätten. Hinzu komme, dass die Staatregierung verstärkte Impfstofflieferungen in Aussicht stelle. „Für das zweite Quartal, also ab April, sind Mengen angekündigt, die 8.500 Impfungen pro Woche ermöglichen sollen“, erwartet der Geschäftsführer des Kreisverbands Amberg-Sulzbach des Bayerischen Roten Kreuzes einen „riesigen Fortschritt“.

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Sobald die Kapazitäten der beiden Impfzentren nicht mehr ausreichen, sei geplant, mit mobilen Teams verschiedene Außenstellen im Landkreis Amberg-Sulzbach anzufahren und die Bevölkerung vor Ort zu versorgen. „Unseren Informationen zufolge könnte das bereits im April der Fall sein“, freut sich Schaller. Aktuell könnten pro Tag in den Impfzentren Amberg und Sulzbach-Rosenberg pro Tag 300 Dosen verabreicht werden. „Beide laufen sehr gut", bedankt sich OB Cerny beim Roten Kreuz und Sebastian Schaller.

Nicht möglich sei es allerdings, Impfwilligen bei der Terminvereinbarung mitzuteilen, von welchem Hersteller ihr Serum kommen wird. Unter 65-Jährige könnten allerdings nicht damit rechnen, etwas anderes als Astrazeneca zu erhalten, solange es nicht für die Allgemeinheit in Deutschland ein Impfangebot gibt. „Vor diesem Hintergrund kann ein Warten auf einen mRNA-Impfstoff für diese Altersgruppe durchaus das Warten bis in den Herbst bedeuten“, gibt Schaller zu bedenken.

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Zu den in der Öffentlichkeit geäußerten Bedenken gegenüber dem Astrazeneca-Impfstoff räumt er ein, dass die „sogenannten Nebenwirkungen“ bei der Erstimpfung tatsächlich etwas stärker ausgeprägt seien als bei der Zweitimpfung mit dem Biontech-Impfstoff. Darin sehe er jedoch keinen Anlass zur Besorgnis: „Es handelt sich hierbei nicht um Nebenwirkungen, sondern um Impfreaktionen, die deshalb auftreten, weil das Immunsystem hochfährt, um das vom Impfstoff vorgegaukelte Virus zu bekämpfen.“

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