05.10.2020 - 12:02 Uhr
AmbergOberpfalz

Kurfürstenbad Amberg: Neustart ohne Lösung für Vereine

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Nach 202 Tagen ist das Kurfürstenbad in Amberg wieder geöffnet. Den Start machten am Montag Schüler. Wie es für Vereine weitergeht, steht aber noch nicht fest. Aber es gibt bereits Gespräche.

Lehrer Jürgen Weber und seine Zwölftklässler aus dem Max-Reger-Gymnasium waren am Montag die ersten Besucher im Kurfürstenbad, das 202 Tage geschlossen war.
von Thomas Kosarew Kontakt Profil

Zur Sicherheit fragte Sportlehrer Jürgen Weber aus dem Max-Reger-Gymnasium noch einmal bei Bäderleiter Günter Schwarzer von den Stadtwerken nach: Ja, die Zwölftklässler, die am Montag im Kurfürstenbad die ersten Gäste waren, müssen beim Betreten und in der Umkleide eine Maske tragen. Und nein, die sechs Jugendlichen müssen im Wasser keine weiteren Vorsichtsmaßnahmen ergreifen. Denn: Pro Bahn dürfen ohnehin bis zu sieben Schwimmer zeitgleich aktiv sein, die maximale Anzahl von 35 Personen im großen Becken wurde zum Start am Montag sowieso nicht einmal annähernd erreicht. "Wir müssen erst mal schauen, wie sich das alles jetzt entwickelt", antwortete Schwarzer auf die Frage, mit wie vielen Schimmern er am Nachmittag rechnet, wenn das Bad regulär von 13 bis 20 Uhr geöffnet ist. Bis auf Weiteres dürfen sich an allen sieben Tagen der Woche jeweils 250 Menschen zeitgleich im Kufü aufhalten, inklusive des Erlebnisbereichs neben dem Sport- und Nichtschwimmerbecken.

Apropos Sport: Während Schüler (8 bis 13 Uhr) und reguläre Besucher (13 bis 20 Uhr) wieder ins Kufü können, müssen Vereine noch draußen bleiben. Stadtwerke-Sprecherin Karoline Gajeck-Scheuck erklärt, warum: "Aufgrund der gleichzeitig zugelassenen relativ geringen Personenanzahl von 250 bleibt so gut wie kein Platz für die Schwimmsportvereine." Da heiße es, Lösungen zu finden. Aus diesem Grund hatten die Stadtwerke laut Gajeck-Scheuck Vertreter der Schwimmsparte des TV 1861 Amberg, des Club Intersport (CIS), der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) und der Wasserwacht zu sich eingeladen, "um eine für alle passable Lösung zu finden". Das Ergebnis?

Alle Beteiligten seien sich einig gewesen, dass in der ersten Zeit nach der Öffnung die Besucherzahlen und -zeiten beobachtet werden sollten, "um so gegebenenfalls einen Tag, eine Lücke zu finden, wo das Vereinsschwimmen möglich ist", lässt Gajeck-Scheuck wissen und ergänzt: "Auch das Aquafit-Becken könnte für bestimmte Zeiten den Vereinen zur Verfügung gestellt werden." Aber auch dessen Nutzung soll in den ersten Tagen und Wochen vorerst beobachtet werden, "damit auch der voll zahlende Badegast so wenig Einschränkungen wie möglich hat". Brigitte Bodensteiner und Barbara Bachmann vom TV Amberg, Norbert Luber und Noah Treptow (CIS), Max Kratzer von der DLRG sowie Michaela Grüter-Ascherl von der Wasserwacht verständigten sich laut Gajeck-Scheuck darauf, die Idee weiterzuverfolgen, ob die eine oder andere Trainingseinheit auch vereinsübergreifend stattfinden kann.

Gajeck-Scheuck wörtlich: "Jedes Mittel und jede Möglichkeit wird in den nächsten Wochen durchdacht, um einen Schwimmsport möglich zu machen." Noch gebe es aber keine konkrete Lösung.

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