07.10.2020 - 15:16 Uhr
AmbergOberpfalz

Kreisversammlung der Arbeiterwohlfahrt in Forsthof

Der bisherige stellvertretende Kreisvorsitzende Christian Beyer (Neukirchen) führt künftig den Kreisverband Amberg-Sulzbach der Arbeiterwohlfahrt in Forsthof. Er beerbt den verstorbenen Martin Seibert.

Ein glückliches Händchen wünschte die stellvertretende AWO-Bezirksvorsitzende Michaela Grashei (links) und Bürgermeister Michael Göth der neuen Führungsmannschaft mit Ursula Rähr, Christian Beyer, Geschäftsführerin Julia Rußwurm und Isabell Ebert (von links) bei den Entscheidungen.
von Wolfgang BerndtProfil

Die Neuwahl war ein wichtiger Punkt bei der Delegiertenkonferenz der AWO im Gasthof Heldrich in Forsthof, die nach dem Tod des bisherigen Vorsitzenden Martin Seibert (Amberg) nötig war. Dieser war erst bei der Kreiskonferenz im Februar dieses Jahres erneut gewählt worden. Als neue stellvertretende Vorsitzende erhielt Isabell Ebert (Illschwang) das Vertrauen, die damit neben Ursula Rähr (Traßlberg) an der Spitze des Kreisverbandes steht.

Martin Seibert habe sich sein ganzes Leben für die Sorgen und Nöte von Arbeitnehmer engagiert, erinnerte Christian Beyer. Deshalb war es kein Wunder, dass ihn 1980 auch der Weg zur Arbeiterwohlfahrt führte. Bevor er 1984 zum Vorsitzenden des Kreisverbandes der AWO gewählt wurde, der sich in einer schwierigen Situation befand, leitete er das AWO-Jugendwerk. Seither habe sich der Kreisverband zu einem wirtschaftlich gesunden, breit aufgestellten Verband mit 45 hauptamtlichen Beschäftigten entwickelt. In seine Zeit fiel ebenfalls der Umzug der Geschäftsstelle in die neuen Räume in der Seminargasse in Amberg, die sich die AWO mit dem SPD-Unterbezirk Amberg teilt. "Die Arbeiterwohlfahrt hat mit Martin Seibert nicht nur einen langjährigen Vorsitzenden, sondern auch einen liebenswerten, humorvollen und stets hilfsbereiten Wegbegleiter, aber vor allem eine guten Freund verloren", betonte Beyer.

Die Zusammenarbeit zwischen der Stadt Sulzbach-Rosenberg und der Arbeiterwohlfahrt habe immer bestens geklappt, attestierte Bürgermeister Michael Göth. Beispielsweise bei dem Bau des Gebäudes der Arbeiterwohlfahrt in der Langen Gasse. Der Einsatz für soziale Zwecke war nicht nur in der Vergangenheit nötig, sondern werde auch künftig erforderlich sein. Göth: "Die Menschen können sich seit einem Jahrhundert auf die AWO verlassen."

Zwei Gründe haben sie bewogen, an der Kreiskonferenz teilzunehmen, bekundete die stellvertretende Vorsitzende des AWO-Bezirks Oberpfalz-Niederbayern, Michaela Grashei. "Zum einen die Trauer um den verstorbenen Kreisvorsitzenden Martin Seibert. Auf der anderen Seite ist es erfreulich, dass sich mit Christian Beyer jemand gefunden hat, die Arbeit an der Spitze weiterzuführen." Dies sei heute nicht mehr selbstverständlich, dass Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Auch gehöre der Kreisverband Amberg-Sulzbach mit seinen Ortsverbänden, in denen über 400 Mitglieder organisiert sind und den vielfältigen Aktivitäten und Einrichtungen, zu den bedeutendsten Kreisverbänden im Bezirk.

Aufgrund der Coronakrise konnte Manches nicht stattfinden, schilderte Christian Beyer in einem kurzen Tätigkeitsbericht. Trotz der widrigen Umständen herrschte im Kreisverband und in seinen Einrichtungen aber kein Stillstand. Verdanken sei dies einem tollen Team, mit der Geschäftsführerin Julia Rußwurm an der Spitze. Wenn es die Situation zulasse, werden sicherlich wieder mehr Veranstaltungen, Fahrten und ähnliches als in den letzten Monaten stattfinden.

Bei den Wahlen erhielten Christian Beyer als neuer Kreisvorsitzender und Isabell Ebert, die bisher als Beisitzerin fungierte, das eindeutige Vertrauen der Delegierten. Sie werden neben Ursula Rähr den Kreisverband bei der Bezirkskonferenz vertreten. Ebenfalls empfahl die Kreiskonferenz Christian Beyer bei der Bezirkskonferenz in den Bezirksvorstand Oberpfalz-Niederbayern zu wählen.

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