02.09.2020 - 15:42 Uhr
AmbergOberpfalz

Mit Kopf, Herz und Hand an Mittelschulen lernen

In dieser Woche standen die Aufnahmeprüfungen an den Mittelschulen in Amberg und dem Landkreis Amberg-Sulzbach an. Die Schulen verweisen vor Beginn des neuen Schuljahres auf ihre Stärken.

Spannende Momente in Chemie mit Lehrer Wolfgang Schmidt.
von Autor MMAProfil

"Stark im Wissen, stark als Person und stark für den Beruf" wollen die Mittelschulen junge Menschen machen. Ganzheitliche Bildung von "Kopf, Herz und Hand" sei das Ziel der Schulen mit einem M-Zug in Auerbach, Hahnbach, Kümmersbruck, in Sulzbach-Rosenberg die Krötensee-Mittelschule und in Amberg die Luitpoldschule. Ihr Abschluss qualifiziert für eine duale Ausbildung, eröffnet aber ebenso einen weiteren Aufstieg in die Fachoberschule oder das Gymnasium. In dieser Woche fanden an den betreffenden Schulen die Aufnahmeprüfungen statt.

Eine Stärke bei der Wissensvermittlung sei hier die Bezugsperson in Form des Klassenleiters. Der unterrichtet auch die Kernfächer und könne so Lerndefizite frühzeitig erkennen und ausgleichen. In Lernschienen und Intensivierungsstunden sei eine modulare Förderung möglich, ebenso in Projekten. Die gute Ausstattung mit digitalen Medien bis hin zu Tablet-Klassen und der Einsatz verschiedener Software-Lösungen sei üblich.

Die Berufsorientierung erfolgt in Kooperation mit Wirtschaft und Handwerk, wo mehrere Praktika und Betriebserkundungen bis hin zu einer Berufseinstiegsbegleitung gute Zugänge in die Arbeitswelt eröffnen. In Ursensollen und in Ammersricht gibt es sogar eine eigene Praxis- und Berufsorientierungsklasse zur zusätzlich angebotenen Inklusion.

Ganz wichtig sei den Rektoren und Lehrkräften aber auch die Unterstützung beim Erwerb personaler Kompetenzen. Im sozio-emotionalen Bereich werde vielfache Hilfen angeboten bis hin zur Betreuung durch Schulpsychologen und einen mobilen sonderpädagogischen Dienst. Erste-Hilfe-Kurse, Schule ohne Rassismus, Buslotsen-Ausbildung, Arbeitsgruppen für Streitschlichter und das Fördern eines umweltbewussten Handelns in konkreten Projekten gehören dazu.

Die Mittelschulen sind in Verbünden organisiert, um die Ressourcen effektiv nutzen zu können und doch ein gewohntes Umfeld und gewohnte Arbeitsweisen beizubehalten. Anerkanntes und seit Jahren praktiziertes Ziel sei, kein Kind auf der Strecke bleiben zu lassen. Jeder Schüler soll eine passgenaue Förderung und Unterstützung erhalten, die er in seinem Entwicklungsstadium benötigt. Auch eine offene und gebundene Ganztagesbetreuung werden angeboten.

Die Mittelschule bietet auch in der Praxis- und Deutschklasse den Mittelschulabschluss, des Weiteren den "Quali", also den "qualifizierten Abschluss", dann den mittleren Schulabschluss und den "Quabi", den qualifizierten beruflichen Bildungsabschluss.

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