11.09.2021 - 16:14 Uhr
AmbergOberpfalz

Mit Humor gegen Amberger Ten-Brinke-Projekt

Ein kleines Heftchen mit Cartoons hat die IG menschengerechte Stadt im Vorfeld des Bürgerentscheids zum Ten-Brinke-Projekt herausgegeben. Gezeichnet hat die Cartoons Renke Brandt.

Achim Hüttner, Vorsitzender der IG menschengerechte Stadt, präsentiert das kleine Heftchen zum Bürgerentscheid am Wahlsonntag, 26. September.
von Kristina Sandig Kontakt Profil

Achim Hüttner nennt es einen "humorvollen Beitrag zu einem ernsten Thema": Die IG menschengerechte Stadt, auf deren Betreiben es am Wahlsonntag, 26. September, auch zum Bürgerentscheid über das Ten-Brinke-Projekt kommen wird, hat einen Künstler gewonnen, der sich dieser Thematik in Cartoons annimmt. Herausgekommen ist ein kleines Heftchen mit neun Cartoons, betitelt ist es mit "Über-Zeichnungen für Unter-Schriften". Und der Untertitel lautet: "Renke statt Brinke".

Die Cartoons stammen nach Angaben von Achim Hüttner, Vorsitzender der IG Menschengerechte Stadt, von Renke Brandt (Jahrgang 1985). "Er ist ein renommierter junger Cartoonist", sagt Achim Hüttner über ihn. So zeichnet Brandt freiberuflich für große Leitmedien wie "Die Zeit", "Süddeutsche Zeitung", "Der Spiegel" und auch für das Satiremagazin "Titanic". Der Kontakt zu Brandt war zustande gekommen, weil dieser mit Hüttners Sohn in Bielefeld an der dortigen Kunsthochschule studiert hatte. "Ich habe ihn dann kontaktiert und Unterlagen geschickt", erzählt Hüttner. Brandt habe dann zügig gezeichnet und darin einen humorvollen Blick auf die Thematik geworden: Bebauung des ehemaligen Bürgerspitalgeländes, Ten-Brinke-Projekt, Altstadt-Architektur.

Drucken ließ die IG Menschengerechte Stadt das Heftchen in einer Auflage von 500 Exemplaren. Erhältlich ist es exklusiv in der Buchhandlung Mayr am Schrannenplatz. Abgegeben wird es gegen eine freiwillige Spende, wie Hüttner sagt. Er hofft, dass die neun Cartoons für Diskussionsstoff sorgen werden. Glücklich und erfreut ist er, dass Renke Brandt sich sofort bereit erklärt hatte, die Cartoons zu zeichnen. Zum Beispiel diesen: Ein mächtiger Drache stampft über die Dächer der Altstadt, einer seiner Füße steht auf dem begrünten Dach des Ten-Brinke-Baus. "Also, FUSS-freundlicher ist es schon", denkt sich der Drache, in dessen anderer Fußsohle die abgebrochene Spitze eines pittoresken Türmchens steckt. Daraufhin ein wütendes Menschlein: "Aber ich sage: Ungeheuerfußfreundlichkeit darf nicht der Maßstab für Ambergs Altstadtarchitektur sein."

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