23.04.2021 - 12:50 Uhr
AmbergOberpfalz

Friseurbesuch ab 24. April nur noch mit Test möglich

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Bisher war ein Friseur-Besuch ohne Corona-Test möglich. Wie die Landesinnung mitteilt, ist aber bei einer Inzidenz von mehr als 100 ein negativer Test ab Samstag, 24. April, erforderlich. Das wirft Fragen auf, wir haben die Antworten.

Wer zum Friseur geht, benötigt ab Samstag, 24. April, einen aktuellen negativen Corona-Test. Das schreibt die bundesweite Notbremse ab einer Inzidenz von mehr als 100 vor.
von Thomas Kosarew Kontakt Profil

Ständig neue Regelungen, Änderungen und Ergänzungen bei den Corona-Vorschriften: Das sorgt offensichtlich nicht nur beim Einkaufen, sondern auch beim Friseurbesuch für Unsicherheit. Die Landesinnung klärt deshalb auf und korrigiert ihre eigene Mitteilung vom 15. April. Damals hatte sie explizit darauf hingewiesen, dass Friseurbesuche ohne vorherige Corona-Tests möglich sind. Das gilt nun aber nicht mehr. Hintergrund ist die zwischenzeitlich beschlossene, bundesweit geltende Notbremse, die am Samstag, 24. April, in Kraft tritt. Für Friseure bedeutet das: Ab einer Inzidenz von über 100 sind Tests vorgeschrieben.

"Ohne Ausnahme", wie die Amberg-Sulzbacher Innungsobermeisterin Claudia Rubenbauer aus Kümmersbruck am Freitagmittag auf Nachfrage wissen ließ. Am besten sei es, wenn sich Kunden im Testzentrum bescheinigen ließen, dass sie das Coronavirus nicht in sich tragen. Dieses Resultat sei für 24 Stunden gültig. Ein PCR-Test könne für 48 Stunden herangezogen werden. Claudia Rubenbauer weiß, dass die kurzfristige Umsetzung, die ihr selbst erst seit der Nacht von Donnerstag auf Freitag bekannt ist, bei Kunden für Verwirrung und Fragen sorgt. Darum hätten sie und ihre Kolleginnen in Stadt und Land bereits am frühen Freitagmorgen damit begonnen, Kunden mit Samstagsterminen zu informieren. "Für Kunden mit Terminen in der nächsten Woche werden wir das vorsichtshalber auch tun. Bis dahin dürfte sich das ja herumgesprochen haben." Was die Innungsobermeisterin auch sagt: Laut einer Mitteilung der Handwerkskammer gilt die neue Regelung für Kunden ab sechs Jahren.

Noch stehe aber nicht fest, wie mit sogenannten Spuck-Tests umgegangen werden soll. Theoretisch bestünde die Möglichkeit, sich damit - und beispielsweise auch mit Tests vom Discounter - vor dem Friseurgeschäft selbst zu testen. Das wiederum mache aber die Kontrolle schwierig. Am liebsten ist es den Friseuren laut ihrer Innungsobermeisterin, wenn sich die Kunden im Testzentrum kontrollieren lassen oder ein vergleichbares Zertifikat dabei haben - beispielsweise von einem Arzt oder aus einer Apotheke.

Der Vollständigkeit halber: Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in Amberg aktuell (Freitag, 23. April) bei 173 und im Landkreis Amberg-Sulzbach bei 142. Sind diese Werte an drei aufeinanderfolgenden Tagen unter 100, könne wieder ohne Test zum Friseur gegangen werden.

"Für Kunden mit Terminen in der nächsten Woche werden wir das vorsichtshalber auch tun. Bis dahin dürfte sich das ja herumgesprochen haben."

Innungsobermeisterin Claudia Rubenbauer musste am Freitag viele Kunden über die neuen Corona-Regelungen informieren

Bundesweite Notbremse. Das gilt ab Samstag, 24. April

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