02.07.2021 - 14:47 Uhr
AmbergOberpfalz

Erst Beach-Biergarten – und dann? So geht es mit der Disco "Von & zu" in Amberg weiter

Amberg hat jetzt einen Stadtstrand. Oder ist es ein Beach-Biergarten? Seit 2. Juli gibt es eine Attraktion mehr. Hinter der Idee steckt das „Von & zu“- Team.

Bevor die ersten Gäste kamen, machten sie es sich schon mal bequem (von links): Stefanie Lüttge von der Stadt, Bürgermeister Martin Preuß, Karlheinz Brandelik, Martin Keil, Hubert Heinl und Ordnungsamtsleiterin Elisabeth Keck.
von Thomas Kosarew Kontakt Profil

Bierbänke, Klappstühle, eine Bühne, 50 Tonnen Sand aus der Hahnbacher Laubberg-Deponie und jede Menge Arbeitsstunden: Das sind die Voraussetzungen für Ambergs neue Freizeit-Attraktion, die am Freitag, 2. Juli, pünktlich um 17 Uhr die ersten Gäste empfing. Hinter dem „urbanen Biergarten“, wie ihn Karlheinz Brandelik, Chef der städtischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft Gewerbebau, bezeichnet, verbergen sich Martin Keil, Hubert Heinl und Christian Braun. Besser bekannt als „Casino-Jungs“, die bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie den Casino-Saal am Schrannenplatz, den Trio-Club an der Mühlgasse sowie die Disco „Von & zu“ an der Regensburger Straße betrieben haben. Dort, exakt zwischen dem neuen Parkhaus und dem im September vergangenen Jahres geschlossenen Toom-Getränkemarkt, herrschen nun Beach-Feeling und Urlaubsstimmung.

Bis zum 18. September

Zwölf Wochen lang, genauer gesagt bis zum 18. September, öffnet der Beach-Biergarten laut Hubert Heinl jeden Freitag und Samstag von 17 Uhr bis Mitternacht. Unterteilt ist der Bereich, in dem zwischen 400 und 450 Gäste Platz finden, in zwei Abschnitte – einer mit Sand, den das Unternehmen Ulrich sponserte, und einer ohne. Um auch bei regnerischem Wetter Party machen zu können. Reservierungen sind nicht möglich, der Eintritt ist frei. Aber nicht immer. Wenn auf der Bühne Programm stattfindet, verlangen die Veranstalter fünf Euro. Zum ersten Mal ist das am Wochenende 9./10. Juli der Fall, wenn das Hip-Hop-Weekend namens „VIBES meets Sommergarten“ auf dem Veranstaltungsplan steht.

„Wir haben noch eine Restlaufzeit von zwölf Wochen“, sagt Martin Keil und meint damit die Tatsache, dass der Stadt-Strand nach dem 18. September wieder abgetragen und das „Von & zu“ nie wieder öffnen wird. An 10 der insgesamt 24 Öffungstage gibt es laut Keil und Heinl ein Musikprogramm mit Eintritt. Der Einlass ist dann erst ab 18 Jahren erlaubt. An allen anderen Tagen dürfen auch 16- und 17-Jährige aufs Gelände. Wann welche Auftritte stattfinden, wollen die Veranstalter in Kürze bekanntgeben.

Disco-Ende beschlossene Sache

Wirtschaftsförderer Brandelik ist es wichtig, gerade für diese Branche etwas zu tun. Schließlich durften trotz der Lockdown-Lockerungen bisher weder Discos noch reine Bars und Clubs öffnen: „Wir wollen schauen, dass wir den Sommer möglichst bunt und vielfältig gestalten.“ Die Idee der „Casino-Jungs“ habe die Stadt überzeugt, was Bürgermeister Martin Preuß bestätigt. Für alle Disco- und Bar-Betreiber sei es eine schwierige Zeit, die nicht leichter werde. Vor allem nicht für Martin Keil, Hubert Heinl und Christian Braun, die ihre Disco an der Regensburger Straße definitiv nie wieder betreiben werden.

Laut Brandelik soll der leerstehende Getränkemarkt, unter dem sich der Tanz-Tempel befindet, zum Jahreswechsel abgerissen werden, um Platz für ein weiteres Dienstleistungsgebäude zu machen, wie es seit 2012 an der Marienstraße bereits eines gibt – das mit den grünen Fenstern. Der rechtsgültige Bebauungsplan sieht laut dem Gewerbebau-Chef zwischen 4000 und 4500 Quadratmetern Nutzfläche vor. Wer dort einziehen wird, stehe noch nicht fest. Gespräche, die mit einigen Interessenten bereits geführt werden, befänden sich in einem fortgeschrittenen Stadium.

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Amberg

„Wir haben noch eine Restlaufzeit von zwölf Wochen.“

Martin Keil über die Disco "Von & zu".

 

 

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