08.03.2020 - 19:42 Uhr
AmbergOberpfalz

Ehemaliger Amberger General Laubenthal wird zweithöchster Soldat der Bundeswehr

Markus Laubenthal hat die Panzerbrigade 12 "Oberpfalz" in deren letzten großen Auslandseinsatz in Afghanistan geführt. Nun rückt der Generalleutnant in der Bundeswehr auf.

Der ehemalige Amberger Kommandeur, Generalleutnant Markus Laubenthal.
von Alexander Pausch Kontakt Profil

Der frühere Kommandeur der Panzerbrigade 12 "Oberpfalz" in Amberg, Generalleutnant Markus Laubenthal, wird ab 1. April neuer Stellvertreter des Generalinspekteurs der Bundeswehr. Damit rückt der Offizier an die zweite Stelle in der Bundeswehr-Führung, hinter General Eberhard Zorn. Laubenthal beerbt Vizeadmiral Joachim Rühle, der ins Nato-Hauptquartier nach Mons (Belgien) wechselt. Er soll dort Chef des Stabes werden.

Laubenthal ist seit Mai 2018 Leiter der Abteilung "Führung Streitkräfte" im Bundesverteidigungsministerium. In dieser Funktion unterstützt und berät der 57-Jährige den Generalinspekteur in dessen Rollen als Vorgesetzter der Streitkräfte und als ranghöchster Soldat der Bundeswehr. Als Abteilungsleiter muss Laubenthal für die Einsatzbereitschaft der Streitkräfte sorgen und diese erhalten. Auf seinen neue Aufgabe blickt der Generalleutnant "mit Respekt und großer Freude", teilte das Ministerium mit. Als stellvertretender Generalinspekteur wird Laubenthal unter anderem Beauftragter für Reservistenangelegenheiten.

Der Reservistenverband mit seinen mehr als 115 000 Mitgliedern nimmt Laubenthal schon Mal in die Plicht. Als Abteilungsleiter "Führung Streitkräfte" sei diesem "der Reservistenverband, sein parlamentarischer Auftrag sowie seine Bedeutung für die Sicherheitsarchitektur des Landes ja ohnehin vertraut", sagte der Verbandspräsident, der Bundestagsabgeordnete Patrick Sensburg (CDU). Der Verband freue sich, die bislang vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit in dieser wichtigen Phase der Neuausrichtung der Streitkräfte mit Generalleutnant Laubenthal als neuen Beauftragten für Reservistenangelegenheiten der Bundeswehr fortführen zu können.

Schon als Kommandeur der Panzerbrigade 12 in Amberg hatte Laubenthal im Jahr 2014 die Neuaufstellung des Gebirgspanzerbataillons 8 in Pfreimd (Kreis Schwandorf), eines Verbandes aus aktiven Soldaten und Reservisten, mit angestoßen. Der Generalleutnant war von 2012 bis 2014, damals noch im rang eines Brigadegenerals, Kommandeur der "Zwölfer" in der Leopoldkaserne in Amberg.

In diese Zeit fällt auch sein einjähriger Einsatz (Sommer 2013 bis Winter 2014) im Norden Afghanistans als Chef des Stabes im Isaf-Regionalkommando Nord in Masar-i-Sharif. Im Oktober 2013 hatten Soldaten der Panzerbrigade 12 auch das deutsche Feldlager in Kundus aufgelöst und an die Afghanen übergeben.

Nach seiner Zeit im Amberg war Laubenthal Chef des Stabes beim Oberkommando des US-Heeres in Europa - als erster deutscher Soldat. Sein Chef in Wiesbaden war der inzwischen pensionierte US-Generalleutnant Frederick Ben Hogdes. Zwischen 2017 und 2018 kommandierte Laubenthal die 1. Panzerdivision in Oldenburg, von wo er ins Verteidigungsministerium in Berlin gewechselt war.

Stabschef beim US-Heer in Wiesbaden

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