04.12.2020 - 16:25 Uhr
AmbergOberpfalz

Dreifaltigkeits-Mittelschule hat jetzt einen Platz der Kunst

Corona hat auch dieses Projekt ausgebremst. In einem zweiten Anlauf haben Dreifaltigkeitsschüler eine Skulptur fürs Schulgelände geschaffen. Die offizielle Einweihung muss wegen der Pandemie aber noch warten.

Schüler, die am Kunstprojekt beteiligt waren, mit (hinten, von rechts): Kunsterzieherin und Initiatorin Raphaela Schnabel, Rektor Udo Leitz, Elternbeiratsvorsitzende Melanie Löffler-Brandl, Schulamtsdirektor Stephan Tischer, Künstlerehepaar Hanna Regina Uber und Robert Diem sowie Konrektorin Stefanie Löffler.
von Externer BeitragProfil

Zuerst hatte Corona das Kunstprojekt der 1. Pilot-Kunstmittelschule mit den beiden Aschacher Künstlern Hanna Regina Uber und Robert Diem im Schuljahr 2019/2020 verhindert. Doch nun konnten die Schüler der 6. und 7. Jahrgangsstufe der Dreifaltigkeits-Mittelschule im Oktober gemeinsam mit der Initiatorin, Kunsterzieherin Raphaela Schnabel, durchstarten.

Schützenhilfe von Kunst-Profis

Nach einem theoretischen Input durch Hanna Regina Uber über die Arbeit mit Bronze und der Vorarbeit der Negative mit Wachs gestalteten die Schüler drei Fahnen für eine Außenskulptur auf dem Schulgelände. In einer Pressemitteilung berichtet Schulleiter Udo Leitz: "Eine ganze Woche arbeiteten sie an der Umsetzung ihrer Ideen in Wachsplatten." Das Thema der Außenskulptur sei gemeinsam mit den Schülern gefunden worden: „3 Fahnen – Fahnen der Zukunft“. Enthalten ist laut Leitz der Name der Schule und somit das Wohnviertel der meisten Schüler. "Es steht für das Leben, ähnlich der Wunschfahnen im Tibet, deren Wünsche in Erfüllung gehen sollen."

Dreifaltigkeits-Mittelschule ist jetzt 1. Pilot-Kunstmittelschule

Amberg

"In der arbeitsintensiven und bereichernden Woche lernten die Schüler das Material Wachs kennen, das man, wenn es so weich wie Butter ist, mit Spezialwerkzeugen formen und bearbeiten kann", berichtet Leitz weiter. Die Schüler hätten ihren Kunstwerken das zugrunde gelegt, was ihnen im Leben am wichtigsten erscheint: Zusammenhalt, gegenseitiges Unterstützen, aber auch ihre Hobbys. Als zentral erschien es den Schülern nach den Worten des Schulleiters insbesondere, die Vielfalt und Unterschiedlichkeit herauszuarbeiten. In der Arbeit mit den Wachsplatten hätten sie unterschiedliche Formen des Reliefs kennengelernt. "Alle waren nach der Woche von den Ergebnissen in Wachs begeistert. Jetzt hieß es warten, denn das Gießen in Bronze forderte Geduld", schreibt Leitz.

Einweihung muss verschoben werden

Nachdem Udo Leitz mit der Firma Trollius in Lauterhofen Kontakt aufgenommen hatte, wurde der Schule der Sockel der drei Fahnen, ein 1,5 Tonnen schwerer Dolomit mit wunderbaren Steinrosen und Steinblumen, geschenkt. Das Unternehmen bereitete den Stein auch mit den erforderlichen Bohrungen zur Verankerung der Fahnenmasten vor. Durch das Engagement von Lehramtsanwärter Henner Wasmuth und Unterstützung des Fördervereins wurde auch der komplizierte und kostenintensive Transport von Lauterhofen nach Amberg durch die Firma Margraf Illschwang kostenfrei ermöglicht.

Die Bronzefahnen goss Künstler Robert Diem. Mit großer Freude konnte schließlich Anfang November die Bronzeskulptur bestaunt werden. Doch auch jetzt machte Corona den Planungen einen Strich durch die Rechnung: Die Einweihung muss laut Schulleiter Leitz ins nächste Jahr verschoben werden. Der Platz der Kunst war mit der Lieferung und dem Aufbau der Skulptur noch nicht fertig. Es fehlte noch an einer entsprechenden Einrahmung. In Zusammenarbeit mit Kolping bauten Schüler der 8. Jahrgangsstufe innerhalb von zwei Tagen sechs stabile und schwere Bänke, die nun ein weiteres grünes Klassenzimmer bereithalten.

Die Grundschule zieht nach

Elternbeiratsvorsitzende Melanie Löffler-Brandl und Schulamtsdirektor Stephan Tischer verschafften sich einen ersten Eindruck von der Skulptur. Schulleiter Leitz macht in diesem Zusammenhang darauf aufmerksam, "dass sich die 1. und einzige Pilot-Kunstmittelschule, also die Dreifaltigkeits-Mittelschule, sehr darüber freut, dass ab diesem Jahr auch die Dreifaltigkeits-Grundschule zur Kunstgrundschule ernannt wurde. Somit ergänzen sich die Profile der beiden Schulen ideal und fordern förmlich Kooperationen zwischen den beiden auf einem Schulgelände heraus".

Erste Besucher auf dem neuen Platz der Kunst (von links): Konrektorin Stefanie Löffler, Martin Gimpl (Kolping) sowie (rechts) Rektor Udo Leitz.

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.