15.05.2020 - 14:43 Uhr
AmbergOberpfalz

CSU-Kreistagsfraktion schickt Stefan Braun ins Rennen um Posten für Landratsstellvertreter

Die Landkreis-CSU stellt Weichen: Die neue Kreistagsfraktion hat sich konstituiert und dabei den Kastler Bürgermeister Stefan Braun als Kandidat für den Landratsstellvertreter auf den Schild gehoben. Und es gibt weitere Personalien.

Der neu gewählte Vorstand der CSU-Kreistagsfraktion mit (jeweils von links) in der vorderen Reihe Peter Braun, Bernhard Lindner und Josef Reindl sowie in Reihe zwei Birgit Barth, Günther Koller und Kreisvorsitzendem Harald Schwartz sowie in der dritten Reihe Erwin Geitner, Barbara Gerl und Stefan Braun.
von Erich Lobenhofer Kontakt Profil

Hans Kummert, der bisherige Stellvertreter von Landrat Richard Reisinger, kommt aus Hahnbach. In der dortigen Josef-Graf-Halle hielt die am 15. März neu gewählte Kreistagsfraktion ihre konstituierende Sitzung, um genug Platz zu finden und somit den Corona-bedingten Anforderungen gerecht zu werden. In einer dazu verfassten Presserklärung hieß es, es seien eindeutige und einvernehmliche Entscheidungen für die neue Periode getroffen worden. Dies betreffe die zu besetzenden Gremien und Führungspositionen. Zuallererst betraf dies eben Reisingers künftigen Stellvertreter. Die Runde entschied sich hier, nach Reisingers Vorschlag, eindeutig für den bisherigen Fraktionssprecher, den Kastler Bürgermeister Stefan Braun. In dessen Spuren an der Spitze der CSU-Kreisräte tritt mit Bernhard Lindner aus Hahnbach wiederum ein amtierender Bürgermeister.

Braun wies in einem kurzen Resümee darauf hin, dass die CSU mit ihren 23 Sitzen nach wie vor die mit Abstand stärkste Fraktion stelle. Damit seien zwar drei Mandate verloren gegangen, andererseits hätten vier Vertreter der Jungen Union mit ihrer Liste den Sprung in den Kreistag geschafft. "Unterm Strich haben wir so eine kleine Vergrößerung zu verbuchen", bilanzierte Braun: "So sind wir auch künftig in jedem Ausschuss stark vertreten."

Auch Landrat Richard Reisinger nutzte die Gelegenheit zu einer kurzen Nachbetrachtung. Laut Pressetext zeigte er sich erfreut, dass es gelungen sei, trotz der Vielzahl von neun Wahlvorschlägen, die Wähler von der CSU zu überzeugen: "Damit können wir die bewährte Landkreisarbeit weiter fortführen.

Im internen Wahlrennen ging es in der Josef-Graf-Halle nach der Aufstellungen der beiden Spitzenpositionen wie folgt weiter: Als stellvertretende Fraktionsvorsitzende fungieren demnach Birgit Barth aus Auerbach, Schmidmühlens Bürgermeister Peter Braun, der in seinem Amt als Zweiter Bürgermeister von Sulzbach-Rosenberg bestätigte Günther Koller und Schnaittenbachs Ex-Bürgermeister Josef Reindl. Weiter heißt es in der Pressenotiz: "Die Finanzen kontrolliert als Kassier Bürgermeister Erwin Geitner,aus Rieden, Schriftführer wurden Patrick Fröhlich aus Sulzbach-Rosenberg und Barbara Gerl aus Freudenberg. Als Kassenprüfer bestellten die Fraktionsmitglieder Brigitte Trummer (Hahnbach) und Florian Junkes (Hohenburg). Sämtliche Abstimmungen erfolgten einstimmig."

Danach waren die CSU-Vertreter für 20 Ausschüssen und Zweckverbände zu benennen. Dem neuen Fraktionssprecher Bernhard Lindner sei dafür eingetreten, bei der Besetzung die Wünsche und Themenschwerpunkte der Fraktionsmitglieder, beispielsweise durch den beruflichen Hintergrund, zu berücksichtigen. Gleichzeitig sei ein großes Augenmerk darauf gelegt worden, dass die Stellvertretung immer gewährleistet sein kann und es zu keinen Überschneidungen kommt.

In Richtung des JU-Kreisvorsitzenden Henner Wasmuth und der Frauenunion-Kreisvorsitzenden Barbara Gerl freute sich Lindner abschließend, dass es der CSU bei den Kommunalwahlen gelungen sei, sowohl jünger, als auch weiblicher - und gleichzeitig aber auch mit vielen erfahrenen Politikern - im Kreistag vertreten zu sein. Gerne führe er die erfolgreiche Arbeit seines Vorgängers Braun fort.

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