20.10.2020 - 16:31 Uhr
AmbergOberpfalz

Corona-Inzidenz steigt im Landkreis Amberg-Sulzbach

Am Dienstag ist die Zahl der registrierten Covid-19-Infektionen im Landkreis Amberg-Sulzbach um sieben Neuinfektionen angestiegen. Noch hat der Landkreis aber eine vergleichsweise niedrige Sieben-Tage-Inzidenz. Nur wie lange noch?

Das Landesamt für Gesundheit meldete am Dienstag neue Coronazahlen für die Region. In der Stadt Amberg wurde kein neuer Fall verzeichnet.
von Caroline Keller Kontakt Profil

Das Landesamt für Gesundheit- und Lebensmittelsicherheit (LGL) meldete am Dienstag sieben weitere Covid-19-Infektionen für den Landkreis Amberg-Sulzbach. Dadurch steigt die Sieben-Tage-Inzidenz von 9,70 am Montag auf den Wert von 15,53. An der Pestalozzi-Grundschule in Sulzbach-Rosenberg musste eine der 4. Klassen in Quarantäne geschickt werden.

"Ein einzelnes Ereignis als Auslöser gibt es für den Anstieg der Zahlen nicht", sagte Dr. Roland Brey, Leiter des Gesundheitsamts Landkreis Amberg-Sulzbach, auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien. Es handle sich bei den Neuinfektionen um Einzelfälle, die durch das Aufeinandertreffen von Menschen aus unterschiedlichen Landkreisen zustande kommen. "Oft arbeiten die Leute in dem einen Landkreis, treffen sich in einem anderen Landkreis mit Freunden und wohnen in einem dritten Landkreis", erklärte Brey, "so kommt es dann zu einer flächendeckenden Verbreitung des Virus." Es sei eine Frage der Zeit, bis die Zahlen im Landkreis weiter steigen.

Für das weitere Vorgehen bekommt das Gesundheitsamt Vorgaben von "oben", also vom bayerischen Gesundheitsministerium. Die Gesundheitsämter müssen sich an deren Vorgaben orientieren, die sich aber ständig ändern können. "Es muss sich immer gefragt werden, welche Strategie Sinn macht", sagte Brey. Jedem Einzelfall intensiv nachzugehen sei schwierig, da auf einen Fall mehrere Kontaktpersonen kommen. Dafür werde mehr Personal benötigt, um bei den steigenden Zahlen Schritt halten zu können. Der Leiter des Gesundheitsamts hofft, dass es nicht zu einem zweiten Lockdown, wie dem im Frühjahr, kommt. "Man möchte weg von den pauschalen Schließungen der Kitas, Kindergärten und Schulen." Deswegen rät er, die Kontakte zu anderen Personen soweit wie möglich zu reduzieren.

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