14.10.2021 - 16:14 Uhr
AmbergOberpfalz

Corona-Ausbruch in Amberger Pflegeheim

Das RKI meldet am Donnerstag für Amberg und Amberg-Sulzbach gleich 30 neue Corona-Fälle. Das ist laut Gesundheitsamtsleiter Dr. Roland Brey auf mehrere Faktoren zurückzuführen. Einer davon: Ein Ausbruch in einem Amberger Pflegeheim.

Arzt, hat eine Probe einer Person, die im Verdacht steht, mit dem Coronavirus infiziert zu sein, in der Hand. In einem Amberger Pflegeheim haben sich mehrere Menschen infiziert.
von Christopher Dotzler Kontakt Profil

Ganze 30 neue Corona-Fälle an einem Tag im Landkreis Amberg-Sulzbach (12) und in der Stadt Amberg (18). Ein großer Ausreißer nach oben. Warum das so ist, erklärt Gesundheitsamtsleiter Dr. Roland Brey auf Nachfrage.

Zum einen habe es in einem Amberger Pflegeheim einen "größeren Ausbruch" gegeben, der sich nun in den Zahlen widerspiegle. Die meisten Bewohner im Heim seien aber doppelt geimpft und "nicht so schwer erkrankt". Was für Ausmaße ein solcher Ausbruch haben kann, zeigte sich im vergangenen Jahr im Hirschauer Seniorenheim, als mehre Menschen starben.

Zum anderen zählt Brey eine ganze Reihe an Gründen auf, wieso das Infektionsgeschehen derzeit ansteige: Lockerungen, die hoch-ansteckende Delta-Variante, die Jahreszeit und eine nachlassende Wirkung der Impfstoffe. Deshalb ist Brey nach eigenen Aussagen auch froh, dass die Ständige Impfkommission (Stiko) eine Auffrischimpfung für über 70-Jährige empfohlen hat.

Was der Gesundheitsamtsleiter in jedem Fall auch festhalten kann: Die Lage in den Krankenhäusern ist trotz steigender Coronazahlen nicht dramatisch. Schwere Verläufe seien vor allem bei Ungeimpften festzustellen. Auch interessant in diesem Zusammenhang: Das Durchschnittsalter der Ungeimpften in der Region beträgt 35 Jahre, das der mindestens doppelt Geimpften 72 Jahre.

Zu den jüngsten Corona-Lockerungen zählt auch, dass die Maskenpflicht an den Schulen gefallen ist. Brey plädiert dafür, dass man sich die Situation an den Schulen ansehen müsse: Etwa ob es ein (gutes) Belüftungssystem gibt oder wie es um das Infektionsgeschehen stehen. "Dann ist es durchaus möglich, dass wir wieder in der Entwicklung zurückgehen. Unsere Empfehlung ist es aber schon, wieder Masken in den Klassen zu tragen. Es ist einfach das geringere Übel."

Oberpfalz
Info:

Diese Altersgruppen sind am meisten betroffen

  • In Amberg: Die meisten Neumeldungen gibt es in der Altersgruppe der über 80-Jährigen, dann folgen die 15- bis 34-Jährigen
  • In Amberg-Sulzbach: Am meisten sind aktuell die 15- bis 34-Jährigen betroffen, es folgen die 35- bis 59-Jährigen. Menschen mit hohem Alter sind laut Dr. Roland Brey aktuell kaum betroffen.

 

 

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