17.09.2020 - 12:21 Uhr
AmbergOberpfalz

Café Zentral wird größer, Metzgerei Hottner schließt

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Am Marktplatz endet am Samstag, 19. September, eine knapp 100 Jahre alte Tradition. Familie Hottner schließt ihre Metzgerei und erfindet sie neu. Parallel dazu wächst das Café Zentral.

Das Café Zentral wird größer, im Gegenzug verschwinden Fleisch- und Wursttheke der Metzgerei Hottner. Herbert (links) und Daniela Hottner stellten die Pläne mit Zentral-Geschäftsführer Michael Lier vor.
von Thomas Kosarew Kontakt Profil

So, wie sie die Amberger jetzt kennen, wird es die Metzgerei Hottner am Marktplatz ab Samstag nicht mehr geben. Um 13 Uhr sperrt Herbert Hottner den Laden zu, dessen Geschichte bis ins Jahr 1925 zurückreicht. Hottners Urgroßvater Georg Amann hatte sich damals mit dem Metzgerei- und Gastronomiebetrieb "Schifferl am Markt" selbstständig gemacht. "Das Einkaufsverhalten hat sich geändert", sagt Hottner, der sich mit seiner Frau Daniela dazu entschieden hat, neue Weg zu gehen. Einen "sehr hohen sechsstelligen" Betrag investieren die Hottners in die Zukunft ihres Unternehmens, zu dem auch das Zentral gehört.

Dort, wo sich im Café-Erdgeschoss derzeit noch ein angedeuteter Rundbogen befindet, wird ein Durchgang geschaffen und das Lokal vergrößert - um etwa die Hälfte der bisherigen 50 Metzgerei-Quadratmeter. Auf der restlichen Fläche entsteht laut Herbert Hottner ein Shop - ein Ladengeschäft, in dem es exklusive Produkte aus der bestehen bleibenden Hausmetzgerei zu kaufen geben wird. Die klassische Fleisch- und Wursttheke werde aber verschwinden. Herbert Hottner: "Das ist eine rein unternehmerische Entscheidung. Für die steigenden Kosten der Metzgerei waren die Umsätze einfach zu klein." Das bisherige Personal (sieben Verkäuferinnen und zwei Metzger) bleibe im Unternehmen beziehungsweise habe bereits neue Arbeitsstellen gefunden: "Auf der Straße steht keiner." Für das bestehende Personal des Cafés habe die Neuausrichtung einen elementaren Vorteil, lässt Geschäftsführer Michael Lier wissen: "Unsere Küche ist aktuell im ersten Stock und viel zu klein. Sie kommt nun nach unten und wird größer." Für die Bedienungen sei das ein großes Plus, da sie mit dem Essen keine Treppen mehr gehen müssen: "Das sind deutlich bessere Arbeitsbedingungen." Eröffnen soll der neue Laden, der Zentral-Metzgerei heißen wird, laut Herbert Hottner im Frühjahr: "Im März, wenn es draußen losgeht, muss alles fertig sein." Während der Bauphase und danach bleibe der gewohnte Bratwurststand erhalten.

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