22.06.2020 - 11:43 Uhr
AmbergOberpfalz

Bergfest 2020: Im kleinen Kreis in der Kirche

Nachdem bis zum 31. August ein Verbot von Großveranstaltungen gilt, musste die Kirchenverwaltung Mariahilfberg das Bergfest schweren Herzens absagen. Aber es gibt einen Plan B.

Der aktuelle Ausnahmezustand erfordert eine Ausnahmeform des Bergfestes. Heuer gibt es ein kirchliches Angebot zum Bergfest, der weltliche Teil entfällt.
von Adele SchützProfil

Im Veranstaltungskalender steht ganz groß der Samstag dieser Woche: 27. Juni. An diesem Tag sollte das Bergfest beginnen. Doch daraus wird aus den bekannten Gründen nichts. Zumindest nicht in der gewohnten Form mit Bier und Bratwürsten unter freiem Himmel beziehungsweise Zeltdächern. Kirchenpfleger Franz Mertel bedauert und versteht das zugleich: „Auch wenn die Absage für alle Beteiligten bitter und enttäuschend ist und einen erheblichen finanziellen Verlust für sie bedeutet, so finden dennoch alle Beteiligten die Entscheidung richtig.“ Schließlich gehe die Gesundheit vor. Sieben Wochen lang durften laut Guardian Pater Seraphin keine öffentlichen Gottesdienste gehalten werden, bis dieses Verbot Anfang Mai wieder aufgehoben wurde. Messen sind seitdem wieder möglich, allerdings in beschränktem Umfang, und unter Einhaltung strenger Hygiene-Auflagen.

40 Plätze in der Bergkirche

In der Bergkirche dürfen 40 Sitzplätze genutzt werden. Das macht es möglich, zumindest den kirchlichen Teil des Bergfestes von Samstag, 27. Juni, bis Sonntag, 5. Juli, stattfinden zu lassen. Beginn ist am kommenden Samstag um 9 Uhr mit einem Gottesdienst. Um 16 Uhr folgt die feierliche Eröffnung mit Guardian Pater Seraphin. Am Sonntag, 28. Juni, werden um 6 und 7 Uhr, um 8.30 (mit St. Martin) sowie um 10 und 11 Uhr Messen gefeiert. Von Montag, 29. Juni, bis Mittwoch, 1. Juli, ist das wie am Freitag, 3. Juli, jeweils um 7 Uhr, 8.30 Uhr, 10 Uhr und um 11 Uhr der Fall. Am Donnerstag, 2. Juli, gibt es drei Termine: 7 Uhr, 8.30 Uhr sowie um 11 Uhr. Dabei handelt es sich um den Patroziniums-Gottesdienst. Es predigt Pfarrer Thomas Helm (St. Martin). Am Samstag, 4. Juli, werden vormittags um 7 Uhr, 10 Uhr und 11 Uhr Messen gefeiert. Zudem gibt es einen Abendgottesdienst um 17 Uhr.

Dann folgt der letzte Tag der Bergfestwoche: Am Sonntag, 5. Juli, läuten die Glocken zu Messfeiern um 6 Uhr, 7 Uhr, 8.30 Uhr und 10 Uhr. Die Abschlussmesse zelebriert um 11.30 Uhr Dekan Markus Brunner aus der Pfarrei St. Georg. Zu jedem Gottesdienst ist eine Anmeldung erforderlich, eben wegen der Begrenzung auf 40 Plätze. Alle Messen finden in der Kirche statt. Es werden keine Feiern am Freialtar zelebriert. Auch die Lautsprecherübertragung in den Außenbereich entfällt. Anmeldungen sind telefonisch unter 09621/37 60 60 möglich. Die Patres sind am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag zwischen 10 und 12 Uhr sowie zwischen 14 und 16 Uhr zu erreichen. Am Freitag ist das nur zwischen 10 und 12 Uhr der Fall.

Wer möchte, kann auch eine E-Mail an kloster@mariahilfberg- amberg.de schicken. Angegeben werden müssen in beiden Fällen jeweils Name, Vorname, Telefonnummer und Wohnort.

Info:

Diese Regeln gelten in der Bergkirche

Kein Weihwasser, kein Friedensgruß und kein lauter Gesang. Auch das gehört laut Pater Seraphin zu den Hygienevorschriften. Der Guardian lässt wissen, dass der Priester zur Kommunion durch die Sitzreihen geht und sich vorher die Hände desinfiziert: „In den vergangenen Wochen haben sich die Hygienemaßnahmen auch dank der Disziplin der Gottesdienstbesucher gut eingespielt.“ Das sei auch ein Grund gewesen, warum sich die Patres und die Kirchenverwaltung darüber Gedanken gemacht haben, trotz oder gerade wegen der Pandemie das kirchliche Bergfest anzubieten. Der weltliche Teil muss aber entfallen.

Auf das Bier muss keiner verzichten

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