04.12.2020 - 17:32 Uhr
AmbergOberpfalz

Amberger Zeitung trauert um ehemalige Chefsekretärin Sieglinde Huber

Wer zum Verlagsleiter der Amberger Zeitung wollte, musste zunächst mit Sieglinde Huber reden. Sie hatte als Chefsekretärin Daten und Fakten im Kopf, kannte Zusammenhänge und galt im Haus als Respektsperson.

Sieglinde Huber.
von Autor HOUProfil

Die Nachricht von Sieglinde Hubers Tod hat Trauer bei ihren ehemaligen Kollegen von der Amberger Zeitung ausgelöst. Die langjährige Chefsekretärin wurde 78 Jahre alt.

Ab 1958 im Dienst der Amberger Zeitung

Sieglinde Huber trat 1958 in die Dienste der AZ. Die Zeitung wurde damals noch im Bleisatz erstellt und in sehr beengten Verhältnissen an der Regierungsstraße gedruckt. In den 1960er-Jahren erfolgte der Umzug in ein neues Gebäude an der Mühlgasse. Damals geführt von Verlagsleiter Alfred Jäckl, dessen Chefsekretärin Sieglinde Huber war.

Neudeutsch würde man sie heute Power-Frau nennen. Eine Erscheinung mit Gardemaß, die über alle Vorgänge Bescheid wusste. Sie hielt Kontakt zur Zentrale "Der neue Tag" in Weiden, galt auch bei den damaligen Verlegern Dr. Hans Nickl, Victor von Gostomski und Anton Döhler als feste Größe. Das kam nicht von ungefähr. Sieglinde Huber erwies sich über die Jahre und Jahrzehnte hinweg als "Eckpfeiler des Verlags". Zu ihrem 40-jährigen Dienstjubiläum wurde sie dann auch so von dem für Hans Nickl nachgerückten Verleger German Vogelsang bezeichnet.

Im Verlag unentbehrlich

Als der mit Prokura versehene AZ-Verlagsleiter Jäckl seinen Ruhestand antrat, wurde Sieglinde Huber interimsmäßig zusammen mit Günther Moser, der wie sie 1958 seine Arbeit bei der Amberger Zeitung begonnen hatte, mit der Führung der Amberger Niederlassung beauftragt. Diese Rolle kam ihr zu, bis seinerzeit der aus Nürnberg kommende Gerhard Bräuer die Position des Verlagsleiters in Amberg übernahm. Auch in seinem Vorzimmer war sie unentbehrlich.

Nach ihrer Ruhestandversetzung (31. August 2002) zog sich Sieglinde Huber zurück. Sie lebte in Illschwang und nur gelegentlich sah man sie noch. Nun hat die Nachricht von ihrem Tod Trauer bei ihren ehemaligen Kollegen ausgelöst. Im engsten Freundeskreis wird sie am Freitag, 11. Dezember, auf dem neuen Friedhof in Illschwang bestattet. Zurück bleibt die Erinnerung an eine Frau, die weite Teile ihres Lebens in den Dienst der Amberger Zeitung stellte. Umsichtig und ruhig in ihrer Art, energisch aber dann, wenn es die Situation erforderte.

Ein langjähriger Wegbegeleiter: Günter Moser

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