18.02.2021 - 12:59 Uhr
AmbergOberpfalz

Amberger Polizist wird Autor: "Kleine rote Feder"

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Aus Sätzen entstehen Geschichten. Dass aber aus seinen Sätzen ein ganzes Buch entsteht, hat Christian Donhauser aus Amberg zuerst nicht gedacht. Der Indianerjunge, den er literarisch zum Leben erweckt hat, ist rein zufällig entstanden.

Christian Donhausers Buch "Kleine rote Feder" ist eher zufällig entstanden. Titel und Inhalt lassen eher vermuten, dass es sich um ein Kinder- und Jugendbuch handelt. Aber: Es ist für alle Altersgruppen geeignet.
von Caroline Keller Kontakt Profil

Dass aus den Sätzen, die er für einen guten Freund schrieb, einmal ein Buch werden würde, das hat Christian Donhauser (58) aus Amberg selbst nicht geglaubt. Sein Buch "Kleine rote Feder" ist laut ihm eher zufällig entstanden. Sein Freund Gerald Ludwig, Leiter der Musikschule MuK in Sulzbach-Rosenberg, studierte mit seinem Gitarrenensemble für einen Auftritt die "Indianer Suite" von Maria Linnemann ein. Dafür sollte der 58-Jährige ein paar Sätze zu den einzelnen Musikstücken schreiben. Donhauser, der eigentlich Polizist ist, erklärt dazu: "Ich dachte erst: Ein paar Sätze schreiben, das ist jetzt nicht so schwer. Aber Gerald war es nicht genug. Er wollte mehr davon, bis eine zusammenhängende Geschichte daraus wurde."

In der Zeit beschäftigte sich der Amberger viel mit Indianern, ihrer Kultur, ihrer Poesie und ihrem Leben. Die erste Fassung der Geschichte las er im Sommer 2017 auf der Bühne der Musikschule vor. Zwei Jahre später beschäftigte sich der Hobby-Musiker wieder mit seiner Geschichte über den 13-jährigen Indianerjungen "Kleine rote Feder", der auf Reisen geht, um herauszufinden, was im Leben wichtig ist. Dabei weiß jede Person, die er in der Erzählung trifft, eine andere Antwort auf seine Frage.

Einzigartige Illustrationen

Über die Entstehung des Buchs sagt Donhauser: "Ich veränderte, erfand Neues und machte sie runder und kompakter. Ich fand die Geschichte dann gar nicht mal so schlecht. Also fasste ich den Entschluss, sie zu veröffentlichen." Dafür holte sich der Amberger seinen Schwager Klaus Rudrof mit ins Boot. "Ich bat ihn, die Geschichte zu lesen und wenn sie ihm gefällt, zu illustrieren", erzählt Donhauser. Sein Schwager begeisterte sich für die Erzählung und fertigte einzigartige Zeichnungen für das Buch an. Der 58-Jährige ist von Rudrofs Arbeit begeistert: "Klaus ist ein toller Künstler. Die Kunst, die er erschafft, ist der Wahnsinn. Er schenkte mancher Figur und Szene ein Gesicht, das die eigenen Bilder in meinem Kopf auf wundersame Weise widerspiegelten."

Von dem fertigen Werk ließ der Amberger 300 Exemplare auf eigene Kosten drucken und verschickte Leseproben an Verlage. Doch mit der Veröffentlichung hatte Donhauser noch kein Glück: "Entweder ich bekomme gar keine Antworten von den Verlagen oder leider nur Absagen. Es passe nicht ins Repertoire des Verlags, heißt es dann." Dennoch lässt der Polizist deswegen nicht den Kopf hängen: "Wenn das Buch bekannter werden würde, das wäre schon schön, Aber wenn nicht, dann macht das auch nichts."

Kein reines Kinderbuch

Begeisterte Leser habe er in der Familie und in Freunden gefunden: "Ich habe einige Exemplare an Familie und Freunde verschenkt. Bei dem Buch handelt es sich ja nicht um ein reines Kinderbuch, daher ist es für jede Altersgruppe geeignet. Sobald es wieder erlaubt ist, Veranstaltungen abzuhalten, nehme ich es mit zu Auftritten und lege es dort aus." Der Hobby-Musiker singt und spielt nämlich Gitarre in der Amberger Irish-Folk-Band "Jack's Heroes".

Vom Schreiben hat er aber noch nicht genug: "Ich überlege durchaus, eine Fortsetzung des Buches zu schreiben. Da soll der Indianer erwachsen sein. Aber ich schreibe auch gerne bayerische, humorvolle und satirische Gedichte. Einen Gedichtband könnte ich mir daher auch vorstellen." Wann es soweit ist, mehr von Christian Donhauser zu lesen, weiß er selbst noch nicht: "Aber eines ist klar: Für das Layout arbeite ich wieder mit meinem Schwager zusammen."

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