27.05.2020 - 13:32 Uhr
AmbergOberpfalz

Amberg und Amberg-Sulzbach: Nur ein neuer Corona-Fall

Corona-frei wie viele andere Landkreise Deutschlands ist der Kreis Amberg-Sulzbach noch lange nicht. Aber die Lage entspannt sich weiter. Das hat der Krisenstab am Mittwoch mitgeteilt.

Laboruntersuchungen zur Abklärung des Coronavirus. In Amberg und im Kreis Amberg-Sulzbach gehen die Fallzahlen zurück.
von Uli Piehler Kontakt Profil

Am Mittwoch ist eine einzige neue Infektion im Landkreis Amberg-Sulzbach hinzugekommen. Die Zahl der Fälle liegt damit im Kreisgebiet bei 493, in der Stadt Amberg unverändert bei 80. Vor allem im Landkreis sind in den vergangenen Tagen immer wieder neue Infektionen gemeldet worden. Zum Vergleich: Am Montag vergangener Woche lagen die Zahlen bei 477 im Kreis und 78 in der Stadt.

Die beste Nachricht lautet aber: Es sind keine weiteren Todesfälle zu verzeichnen. Laut Gesundheitsamt sind 47 Landkreisbewohner mit einer Covid-19-Infektion verstorben und vier Personen mit Wohnsitz in Amberg. Am Dienstag hatte das Gesundheitsamt noch weitere Details für den Bereich der Stadt Amberg bekannt gegeben: In amtlich angeordneter, häuslicher Quarantäne befanden sich an diesem Tag 7 Personen mit bestätigter Infektion und 22 Kontaktpersonen. 56 Personen waren zu diesem Zeitpunkt bereits wieder aus der häuslichen Quarantäne entlassen und gelten damit als genesen.

Der Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Roland Brey, schlüsselte für alle bisher in Amberg und dem Landkreis Infizierten auch die Alters- und Geschlechtsverteilung auf. Demnach traf es deutlich mehr Frauen als Männer: 39 Prozent der Infizierten waren oder sind männlich, 61 Prozent weiblich. Das Durchschnittsalter liegt bei 56 Jahren. Damit weicht die Situation in der Region deutlich von der bundesweiten Lage ab. Auf ganz Deutschland bezogen ist das Verhältnis zwischen den Geschlechtern fast ausgewogen (48 Prozent Männer) und ist das Alter der Infizierten geringer (49 Jahre). Fazit: Unter dem Strich hat es in Amberg und im Kreis Amberg-Sulzbach mehr Frauen und deutlich ältere Personen getroffen. Aufgeschlüsselt auf die Alterskohorten sehen die Zahlen so aus: Unter 10-Jährige 0,9 Prozent (deutschlandweit 2 Prozent), 10- bis 19-Jährige 5,1 Prozent (4,4), 20- bis 49-Jährige 29,8 Prozent (43), 50- bis 69-Jährige 32,3 Prozent (31), 70- bis 89-Jährige 26 Prozent (16) und Über-90-Jährige 6 Prozent (2,9).

Amberger Kongresszentrum als Anlaufstelle

Amberg

Fallzahlen: Zur Übersicht des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit

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