27.11.2020 - 12:44 Uhr
AmbergOberpfalz

Ein Altar geht auf Reisen

Der Altar der Hauskapelle des ehemaligen Pfarrhofs St. Martin in Amberg steht jetzt in Regensburg. Das wertvolle Stück wird vorerst im Diözesanmuseum am Obermünsterplatz eingelagert.

Pfarrer Thomas Helm (links) und Rudi Kohl von der Kirchenverwaltung mit dem Hausaltar.
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Beten kann man überall, nicht nur dort, wo ein Kirchturm steht. In einer Hauskapelle zum Beispiel - und davon gibt es in Amberg mehr, als man denkt. Das Klinikum verfügt über eine, das Landratsamt, sogar das Luftmuseum und natürlich auch der alte Pfarrhof der Pfarrei St. Martin in der Rathausstraße. Weil der Pfarrhof nun in das umgebaute Gleich-Haus am künftigen Pfarrer-Meiler-Platz umzieht, musste auch für den Altar aus der Hauskapelle ein neuer Platz gefunden werden. Er steht künftig zusammen mit vielen anderen Altären im Diözesanmuseum in Regensburg.

Mehr zum Umzug des Pfarrhofs von St. Martin

Amberg

Kirchenverwaltungsmitglied Rudi Kohl hatte jetzt die ehrenvolle Aufgabe, den Altar im Auftrag von Pfarrer Thomas Helm per Lastwagen nach Regensburg zu transportieren. "Sowas macht man auch nicht alle Tage", freute sich Kohl auf diese besondere Lieferung. Der Altar mit einem Bildnis der Gottesmutter Maria hat eine lange Geschichte: Ursprünglich stand er in der Hauskapelle der Bischöfe von München und Freising. Der Amberger Pfarrer Baron zu Lerchenfeld erwarb ihn nach 1815 und ließ ihn hier aufstellen.

Zusammen mit dem Altar wurden noch vier andere wertvolle Kunstwerke aus dem Pfarrhof nach Regensburg gebracht: vier zwischen 2,15 und 3,10 Meter hohe Ölgemälde, die aufgrund ihrer Ausmaße keinen Platz im neuen Pfarrhof fanden. "In Regensburg sind sie gut aufgehoben", sagte die wissenschaftliche Restauratorin des Bistums, Petra Bausch bei der Übergabe. Unter ihrer Aufsicht werden die Gegenstände im Depot des Diözesanmuseums nun eingelagert und erhalten.

Das Depot am Obermünsterplatz in Regensburg hat kaum noch Platz für weitere Kunstwerke. In den nächsten fünf Jahren soll ein neues, größeres Lager des Diözesanmuseums an der Autobahn bei Burgweinting entstehen.

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Pfarrer Thomas Helm (links) und Rudi Kohl von der Kirchenverwaltung mit dem Hausaltar.

 

 

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