27.11.2019 - 10:41 Uhr
AmbergOberpfalz

Alle Errungenschaften erkämpft und erstreikt

Mit einem Brecht-Zitat würdigte Gewerkschaftssekretär Pascal Attekhofer Jubilare der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi.

Respekt und Anerkennung für die Treue zollten Ortsvorstandmitglied Margarete Segerer, Festrednerin Irene Salberg (sitzend, links), Ortsvorsitzender Peter Seidel (stehend, rechts) und Gewerkschaftssekretär Pascal Attenkofer (stehend, links) den Jubilaren, die sie für 50-, 60- und 65-jährige Mitgliedschaft in der Gewerkschaft auszeichneten.
von Hubert SöllnerProfil

"Die Schwachen kämpfen nicht. Die Stärkeren kämpfen vielleicht eine Stunde lang. Die noch stärker sind, kämpfen viele Jahre. Aber die Stärksten kämpfen ihr Leben lang. Diese sind unentbehrlich", sagte Attenhofer zu den Jubilaren. Nur deren jahrzehntelangem Engagement im Betrieb, auf der Straße und in der Gesellschaft sei es zu verdanken, dass Erfolge erzielt wurden. Attenkofer: "Keine Errungenschaft der vergangenen Jahrzehnte wurden der Gewerkschaftsbewegung geschenkt, alles musste erkämpft, ja erstreikt werden". Ortsvorsitzender Peter Seidel freute sich in der Alten Kaserne über einen vollen Saal, als er Rednerin Irene Salberg (langjährige Gewerkschaftssekretärin) vorstellte. Und die ging gleich in die Vollen. Vor 70 Jahren hätten sich Gewerkschafter der ersten Stunde geschworen: "Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus."

Hart ging die Referentin mit der AfD ins Gericht: "Eine Partei, die sich gerne als Partei des kleinen Mannes darstellt." In Wahrheit aber stehe sie für eine Politik der Reichen. Mit Urkunde, Ehrennadel und Präsent ehrten Salberg, Seidel und Attenkofer zahlreiche Jubilare.

Es sei ihnen Freude und Ehre zugleich, betonten Festrednerin Irene Salberg (sitzend, Zweite von links) und Ortsvorsitzender Peter Seidel (stehend, rechts) zahlreiche Jubilare für 25 und 40 Jahre Mitgliedschaft auszeichnen zu können. Bei dem Treffen in der Alten Kaserne war Salberg zuvor auf die Erfolge der Gewerkschaftsbewegung eingegangen.
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