24.05.2020 - 11:07 Uhr
AmbergOberpfalz

Bis 2050 alle 1650 Wohnungen klimaneutral

Das Vorhaben ist ehrgeizig: Bis 2050 will das Wohnungsunternehmen Amberg nicht nur ein 421 Wohnungen umfassendes Quartier am Eisberg sanieren und damit klimaneutral machen. Jetzt ist ein Partner mit im Boot, der das auch will.

Mit diesem Block mit der Postadresse Endemannstraße 1, 3 und 5 möchte die Genossenschaft Wohnungsunternehmen ihre groß angelegte Bestandssanierung beginnen. Danach soll der direkt benachbarte Block folgen.
von Thomas Kosarew Kontakt Profil

Das Amberger Wohnungsunternehmen hat aktuell etwa 1650 Wohnungen in seinem Bestand. Die Genossenschaft setzt noch in diesem Jahr zu einer der gewaltigsten Kraftanstrengungen ihrer 112-jährigen Geschichte an. Sie hat sich die Generalsanierung von zunächst 421 Wohnungen vorgenommen. Der geschäftsführende Vorstand Dieter Gerl sprach bei der Vorstellung des Vorhabens von einer "beachtlichen zweistelligen Millionensumme", die investiert werde.

Stadtwerke-Geschäftsführer Stephan Prechtl.

Um das Ziel der Klimaneutralität zu erreichen, bauen das Wohnungsunternehmen und die Stadtwerke ihre bisherigen Kontakte in Form einer intensiveren Zusammenarbeit aus. Der Leitgedanke hinter der energetischen Quartiersentwicklung am Eisberg ist es laut Stadtwerkesprecherin Karoline Gajeck-Scheuck, "mit einem Leuchtturmprojekt für klimaneutrales Wohnen den Grundstein für eine gemeinsame Zusammenarbeit zu legen, um bis zum Jahr 2050 im kompletten Gebäudebestand des Wohnungsunternehmens Amberg klimaneutrales Wohnen zu ermöglichen". Konkret beabsichtigen Wohnungsunternehmen und Stadtwerke eine energetische Modernisierung des genossenschaftlichen Wohnquartiers im Stadtteil Eisberg zu entwickeln und umzusetzen - gegebenenfalls mit weiteren Partnern.

Dieter Gerl, Vorstand des Wohnungsunternehmens Amberg.

Der Fokus liegt laut Gajeck-Scheuck auf einer klimaneutralen Strom- und Wärmeversorgung. In zeitlichen Etappen soll mit innovativen Technologien energie- und wärmetechnisch umgerüstet werden. Begonnen werden soll laut Angaben des Wohnungsunternehmens mit den Hausnummern 1, 3 und 5 in der Endemannstraße. Danach sollen die Adressen 7, 9 und 11 folgen, bevor es an der Plechstraße weitergeht. Die Stadtwerke sind laut Gajeck-Scheuck als Partner nun fest mit dabei. Durch die sinnvolle Kombination von Technik, Know-how und Forschung, wie es Gajeck-Scheuck nennt, soll den Mietern weiterhin bezahlbarer Wohnraum zur Verfügung gestellt werden. Zeitgleich gehe es darum, einen wesentlichen Beitrag zur Senkung des CO2-Ausstoßes zu leisten. Stadtwerke-Geschäftsführer Stephan Prechtl freut sich auf die Aufgabe: "Mit der Möglichkeit, eine klimaneutrale Strom- und Wärmeversorgung in diesem Quartier aufzubauen, füllen wir den Begriff Nachhaltigkeit mit Leben." Mit dem Wohnungsunternehmen mache sich die städtische Tochtergesellschaft auf den Weg in Richtung Energiezukunft." Dieter Gerl formuliert es so: "Wir wollen den Klimaschutz vor Ort durch den Einsatz hocheffizienter Systemlösungen zur Gebäude übergreifenden Wärmeversorgung weiter voranbringen. Dazu brauchen wir zuverlässige Partner wie die Stadtwerke."

Durch die intensivere Zusammenarbeit werde der Grundstein dafür gelegt, bis zum Jahr 2050 sogar im kompletten Gebäudebestand des Amberger Wohnungsunternehmens klimaneutrales Wohnen zu ermöglichen.

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