24.02.2021 - 17:14 Uhr
Oberpfalz

Amberg packt die Winterbeleuchtung weg

Etwas verspätet wird in Amberg gerade die Winterbeleuchtung abgehängt: Die extreme Kälte der vergangenen Woche ist der Grund dafür. In Zukunft könnte beim Thema Lichterglanz in der Altstadt aber auch Corona noch eine Rolle spielen.

Seit Montag sind Mitarbeiter des Amberger Betriebshofs dabei, die Winterbeleuchtung in der Altstadt abzuhängen.
von Heike Unger Kontakt Profil

Eigentlich orientiert sich die Stadt Amberg an der alten Tradition, nach der die Weihnachtsbeleuchtung vielerorts in der Region bis Lichtmess dekoriert bleibt. Doch diesmal sorgte das Wetter dafür, dass der kunstvolle Lichterschmuck und auch die prägnanten Sterne immer noch über den Straßen in der Altstadt hängen. Es war zu kalt, um sie abzunehmen, erklärte Stadt-Pressesprecherin Susanne Schwab auf Nachfrage der Redaktion.

Aber eingeschaltet wurden die Lichter seit Lichtmess nicht mehr. Nach diesem Stichtag rückt laut Schwab eigentlich auch immer der städtische Betriebshof aus, um die LED-Ketten, die einen Lichterteppich bilden, und Sterne wieder abzunehmen. Doch "das war in diesem Jahr wegen des Eisregens und der anhaltend niedrigen Temperaturen anders, da die Stecker vereist waren. Aus diesem Grund hat man zunächst zwei Wochen abgewartet und in dieser Woche, also am Montag, 22. Februar, mit dem Abhängen begonnen."

Jetzt Pause bis Ende Oktober

Ein bisschen wird es noch dauern, bis alles abgenommen und verstaut ist, bis der Schmuck dann Ende Oktober wieder neu installiert wird. In Amberg heißt der Lichterschmuck bekanntlich seit einiger Zeit nicht mehr Weihnachts-, sondern Winterbeleuchtung, weil er schon lange vor dem 1. Dezember und dann auch bis Anfang Februar die Innenstadt leuchten lässt. Deshalb wird auch immer zuerst der Lichterteppich aufgehängt und die dann doch eher weihnachtlichen Sterne folgen etwas später.

So schön leuchte Amberg im Winter

Amberg

Übrigens hat der Lichterglanz noch gar nicht seine eigentlich vorgesehene ganze Pracht erreicht: Es sei geplant, die Winterbeleuchtung noch zu erweitern, sagt Andreas Raab, der Vorsitzende der Park- und Werbegemeinschaft (PWG) in Amberg. In den Geschäftsstraßen sei die Installation schon komplett, aber man habe eigentlich vorgehabt, Schritt für Schritt auch noch den Martinsturm und die Stadttore einzubinden. "Wir wollen ja die Leute in die Stadt holen." Hinter diese Pläne setzt Raab derzeit aber durchaus ein Fragezeichen. "Das müssen wir im Moment zurückstellen", meint er – und zwar nicht nur wegen der Pandemie.

Corona beschleunigt Entwicklung im Handel

Schon seit einigen Jahren und damit weit vor der aktuellen Gesundheitskrise sei absehbar gewesen, dass die Zukunft wohl eher "eine Verringerung der Einzelhandelsflächen in der Innenstadt" bringe, betont Raab, der diese Einschätzung teilt. Diese zunächst vor allem dem stark wachsenden Internethandel geschuldete "allgemeine Entwicklung im innerstädtischen Handel" werde durch die Coronakrise nun noch beschleunigt, fürchtet er. Die tatsächlichen Folgen der Pandemie seien aber jetzt noch gar nicht absehbar. Raab fragt sich zum Beispiel, ob nach dem Lockdown auch wirklich alle Geschäfte und Lokale wieder aufmachen werden. "Warten wir mal zwei Monate" sagt er und lässt dabei durchaus eine gewisse Skepsis durchklingen.

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