03.09.2020 - 09:54 Uhr
Aichazandt bei IllschwangOberpfalz

Drei Menschen hat Richard Koch das Leben gerettet

Stolz zeigt Richard Koch die Auszeichnungsurkunde der Süddeutschen Eisen- und Stahlberufsgenossenschaft: 700 DM bezahlte sie ihm 1980 für sein "vorbildliches Verhalten bei Errettung aus schwerer Unfallgefahr am Arbeitsplatz".

Glückwünsche zum 80. Geburtstag (von links): Brigitte Aufschneider (Obst- und Gartenbauverein Angfeld), Bruder Fritz Koch, Hans Pickel (Feuerwehr Angfeld), Ehefrau Margaretha Koch, Jubilar Richard Koch, Bürgermeister Dieter Dehling und Hans Schmidt (Feuerwehr Angfeld).
von Norbert WeisProfil

An seinem 80. Geburtstag am Mittwoch erzählte der Jubilar Richard Koch, wie er 1980 einen Arbeitskollegen in letzter Sekunde vor einer Verbrühung in einem mit 500 Litern gefüllten Wassertank bewahrt hatte. Er fügte hinzu, dass er schon zwei Mal vorher bei Betriebsunfällen zum Lebensretter geworden sei. Aber erst sein Eingreifen bei der drohenden Verbrühung habe die Maxhütte an die Berufsgenossenschaft gemeldet.

Geboren wurde Richard Koch am 2. September 1940 in Sulzbach-Rosenberg. 1943 zog seine Familie nach Aichazandt, wo er mit drei Geschwistern aufwuchs. Seinen gehörlosen Bruder Georg, der in einem Heim lebt, holt er einige Male im Jahr zu sich nach Aichazandt.

Ab 1946 besuchte der Jubilar in Illschwang die Volksschule. In der St.-Veit-Kirche konfirmierte ihn der damalige Pfarrer Kölbel 1954. Zehn Jahre später heiratete er Margareta Übler aus Stifterslohe und übernahm mit ihr den elterlichen Hof. Aus der Ehe ging ein Sohn hervor. Zwei Enkel gratulierten ihrem Opa zum Geburtstag.

Von 1961 bis 1963 arbeitete Richard Koch in der Malzfabrik. Danach wechselte er in die Maxhütte und blieb bis zum Eintritt in den Vorruhestand im Jahr 2002 in verschiedenen Bereichen beim Stahlwerk tätig, so zum Beispiel als Deckelwagenfahrer bei der Abteilung Tiefofen oder am Hubbalkenofen als Leitstandführer für die Qualitätsvorbereitung.

In der Flurbereinigung war Koch als Wegebaumeister im Einsatz und gehörte dem Vorstand der Teilnehmergemeinschaft an. Gemeinsam mit seiner Frau war er Gründungsmitglied beim Gartenbauverein Angfeld. Mittlerweile blickt er auf 61 Jahre bei der Feuerwehr Angfeld zurück. 1967 zählte er zu ihrer ersten Löschgruppe, die das bronzene Leistungsabzeichen ablegte. Er unterstützte seine Frau tatkräftig, als sie 13 Jahre lang Vorsitzende des Diakonievereins Illschwang war. Seit 57 Jahre hält er dem Arbeiter-Kameradschaftsverein Sulzbach-Rosenberg die Treue. Autos und Bulldogs sind sein besonderes Faible. Er ist noch eifrig mit Waldarbeiten beschäftigt und liebt das Fahren mit dem E-Bike.

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