01.12.2017 - 14:46 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Straßenbauprogramm mit Budget von rund 1,9 Millionen Euro: Nicht nur Schlaglöcher stopfen

Für ihre Straßen greift die Stadt tief in die Tasche: Rund 1,9 Millionen Euro fließen im nächsten Jahr für Ausbau, Reparaturen und Unterhalt. Das Ausbauprogramm, das der Bauausschuss einstimmig auf den Weg gebracht hat, blickt auch in die weitere Zukunft.

Gemeinsam mit den Verwaltungsmitarbeitern Georg Keil (Zweiter von rechts) und Karl Hartinger (Zweiter von links) waren die Bauausschuss-Mitglieder unterwegs, um einen Eindruck vom Zustand der Gemeindestraßen zu gewinnen. In Krandorf (Foto) soll die Ortsstraße nächstes Jahr einen neuen Deckenbelag erhalten. Bild: Mardanow
von Philipp Mardanow Kontakt Profil

Für fast 180 Kilometer Straßennetz trägt die Stadt Neunburg die Baulast. Doch in vielen Bereichen hat der Zahn der Zeit die Asphaltdecken kräftig angenagt, steigende Verkehrsbelastung und Witterungseinflüsse gehen den Trassen an die Bausubstanz. Den Schlaglöchern, Rissen und Fahrbahnabsenkungen tritt die Verwaltung mit einem auf mehrere Jahre ausgelegten Straßenbauprogramm entgegen.

Ohne Gegenstimme

Der Grundstücks-, Bau- und Umweltausschuss hat am Donnerstag die Pflöcke für die Straßenprojekte von 2018 bis 2022 eingeschlagen. Einstimmig hat das Gremium die Neuauflage des Straßenbauprogramms verabschiedet, im Vorfeld der Sitzung informierten sich die Stadträte bei einer Besichtigungstour über vorgesehene Unterhalts- und Deckenbaumaßnahmen in der Stadt und den Ortsteilen. Laut den Sitzungsunterlagen ist im Haushalt des kommenden Jahres ein Ansatz von knapp 1,7 Millionen Euro für Straßenerneuerungen eingeplant. Als größte Vorhaben sind im Bauprogramm drei Straßenabschnitte im Stadtgebiet und vier Vorhaben in den Ortsteilen vorgesehen (siehe Infokasten), die ein Kostenvolumen von rund 1,6 Millionen aufweisen. Beim Straßenunterhalt liegt das Budget für Deckenbelagsarbeiten bei 118 000 Euro, sogenannte "allgemeine Unterhaltsmaßnahmen" (Fugenfüllung, Reparatur Entwässerungsrinnen, Bankette abziehen usw.) schlagen mit 197 000 Euro zu Buche. Somit umfasst das finanzielle Gesamtpaket für die Straßen eine Summe von rund 1,9 Millionen Euro.

Im neuen Jahr sollen außerdem die Weichen für Maßnahmen gestellt werden, die 2019 im Straßenbauprogramm stehen, darunter der Kreisverkehr am Jobplatz, die Ortsstraße Ufertal und in Oberaschau sowie ein weiterer Abschnitt der Diendorfer Straße und zwei Brücken in Oberauerbach. Die Übersicht listet auch mittel- und langfristige Projekte auf, die im Zeitraum bis 2022 auf den Straßen zu erledigen sind.

Zusätzlich hatte sich das Gremium einen Eindruck vom schlechten Zustand des Wanderwegs zwischen Lederer- und Söltlstraße verschafft. Nach einer Anregung aus der Bürgerversammlung sollte der Weg asphaltiert oder mit einem wassergebundenen Belag ausgestattet werden. In der Sitzung verständigten sich die Räte darauf, die Kosten durch die Verwaltung ermitteln zu lassen und im Stadtrat vorzulegen. Eine mögliche Absenkung der Trasse brachte Herbert Wartha (SPD) ins Spiel, als er geklärt wissen wollte, wie künftig mit den früheren Eisenbahnbrücken verfahren werden soll, auf denen der Radweg verläuft. Dabei steht die Frage des Rückbaus oder des weiteren Erhalts der Brücken im Raum.

Krananlage am Stausee

Grünes Licht gab der Ausschuss dem Wasserwirtschaftsamt Weiden zur Errichtung einer Krananlage an der Hauptsperre des Eixendorfer Stausees im kommenden Frühjahr. Damit soll es künftig möglich sein, den Grundablass der Talsperre leichter zu öffnen. Das Bauwerk wird mit Lärchenholz verkleidet, bei der Errichtung sollen die vorhandene Brüstungsmauer und das Dach über dem bisherigen Zugang abgebaut werden. Stadtrat Walter Drexler (Freie Wähler) fand das optische Bild des Bauwerks nicht in Ordnung und kritisierte den "Riesen-Kasten". Mit Blick auf die jährliche Algenblüte hätte er es lieber gesehen, wenn das Amt in bauliche Vorrichtungen für einen Oberflächenablauf des Sees investiert hätte.

Ausbau und Unterhalt

Straßenbauprogramm

Diendorfer Straße Abschnitt 2 - Ausgaben: 312 000 Euro; Ortsstraße "Am Sonnenschein - 253 000 Euro; Ringstraße Mitterauerbach - 250 000 Euro; Dorfplatz Mitterauerbach - 120 000 Euro; Ortsstraße Rahm - 500 000 Euro; Erschließung Baugebiet Penting-Ost - 130 000 Euro; Penting Am Dorfplatz, Forsterweg - 23 000 Euro; Gesamtausgaben: knapp 1,6 Millionen Euro.

Straßenunterhalt

Deckenbelagsarbeiten/Fugenverguss: Krandorf: 28 000 Euro; Staatsstraße 2040-Stadlhof: 8000 Euro; Mitterauerbach-Wundsheim: 10 000 Euro; Neunburg-Nefling: 6000 Euro; Kröblitzer Steig: 18 000 Euro; Ortsstraße Wenigrötz: 15 000 Euro.

Allgemeine Unterhaltsmaßnahmen: Fugenfüllung in Pflasterrinnen: 40 000 Euro; Randeinfassung Ortsstraße Wenigrötz: 5000 Euro; Reparaturen Straßenabläufe, Entwässerungsrinnen: 10 000 Euro; Grabenreinigung, Bankette abziehen: 15 000 Euro; Reparaturen Stufenanlagen: 7000 Euro.

Wirtschaftswege: Aufschottern zum Verbessern der Entwässerung - 45 000 Euro; Materiallieferung (Einbau durch Anlieger) - 10 000 Euro. Unvorhersehbare Kleinarbeiten: 65 000 Euro. (mp)

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.